Sozialdemokrat aus Gimte wurde 89

SPD-Urgestein: Armin Hoffarth ist tot

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Armin Hoffarth

Hann. Münden. SPD-Urgestein Armin Hoffarth ist tot. Der Sozialdemokrat aus Gimte starb am 24. Februar im Alter von 89 Jahren.

Hoffarth hat viele Jahre die Geschicke der Sozialdemokraten in der Dreiflüssestadt mitbestimmt. Die Mündener SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gudrun Surup sagt zum Tod Hoffarths: „Wir verlieren mit Armin Hoffarth eine große Persönlichkeit.“ Er wurde als Mann mit Prinzipien wahrgenommen, als ein sozial eingestellter Mensch, der klare Linien verfolgte. Hoffarth, der in Kassel geboren wurde und den Beruf des Eisenbahners erlernte, zog es als junger Mann nach Gimte, der Heimat seiner Frau Lisa. Er war langjähriger ehrenamtlicher Bürgermeister von Hann. Münden. Der frühere SPD-Ortsvereinsvorsitzende Günter Fraatz bezeichnete den Gimter, als dieser 2012 zum Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins ernannt wurde, „als guten Geist der SPD“.

Armin Hoffarth, ein Liebhaber klassischer Musik, war seit 1956 Mitglied der SPD - sogar einige Jahre, bis 1993, Leitender Geschäftsführer des SPD-Bezirks Hessen-Nord. Die Liste seines Wirkens ist lang. Er engagierte sich über 50 Jahre als Kommunalpolitiker, war Ratsherr der einst selbstständigen Gemeinde Gimte von 1956 bis 1972 und Ratsherr der Stadt Hann. Münden von 1973 bis 2011. In Gimte bekleidete er das Amt des Ortsbürgermeisters von 1973 bis 1993. Von 1993 bis 2001 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Münden, danach, von 2001 bis 2006, stellvertretender Bürgermeister von Münden. Ein ganz besonderes Interesse Hoffarths galt den Städtepartnerschaften. So erhielt er die Ehrenbürgerschaft der israelischen Partner in Holon. Er war auch maßgeblich an der partnerschaftlichen Entwicklung mit der polnischen Stadt Kulm, dem heutigen Chelmno, beteiligt.

Er rief als Gimter Bürgermeister auch die Partnerschaft mit Sannois ins Leben. Seine im vergangenen Jahr gestorbene Ehefrau, im März 2017 feierte das Paar noch die Eiserne Hochzeit, stand ihm bei seinen vielen Aufgaben stets zur Seite. Die Trauerfeier findet am morgigen Freitag, 2. März, ab 13.30 Uhr in der Marienkirche in Gimte statt. 

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