Kommunalwahl

Staufenberg: SPD im Rat weiter stärkste Kraft

Über 120 Wahlhelfer waren am Sonntag in der Gemeinde Staufenberg aktiv. Unser Bild zeigt Laura Heinemann, Heidi Landmann und Detlef Heinemann vom Wahlhelfer-Team im Wahllokal im Gemeindesaal der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Landwehrhagen.
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Über 120 Wahlhelfer waren am Sonntag in der Gemeinde Staufenberg aktiv. Unser Bild zeigt Laura Heinemann, Heidi Landmann und Detlef Heinemann vom Wahlhelfer-Team im Wahllokal im Gemeindesaal der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Landwehrhagen.

SPD, CDU und Grüne ziehen auch in den neuen Rat der Gemeinde Staufenberg ein. Das Trio wird aber ergänzt durch die Partei Die Linke und die Wählergruppe „Wir für Staufenberg“

Staufenberg – Mit der Wählergruppe „Wir für Staufenberg“ und der Partei Die Linke sind im künftigen Staufenberger Rat gleich zwei neue politische Kräfte vertreten. Die Linke holte aus dem Stand einen Sitz und „Wir für Staufenberg“ sogar drei.

„Wir sind total überrascht und natürlich froh, prozentual drittstärkste Kraft geworden zu sein“, sagte Florian Winkler, einer der Sprecher der Gruppe. „Mit den drei Sitzen sind wir absolut zufrieden“, zumal sich die Gruppe erst im Frühjahr gegründet hat.

„Wir für Staufenberg“ nimmt damit sozusagen den Platz ein, den bisher die „Unabhängige Wählergemeinschaft“ (UWG) inne hatte, die ihre politische Arbeit beendet hat und nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Sie hatte drei Sitze.

Stärkste Kraft sind weiterhin die Sozialdemokraten, die allerdings einen Sitz verloren haben. Statt acht konnten sie nur noch sieben Mandate erringen und mit 37 Prozent ihr Ergebnis der Kommunalwahl 2016 nicht halten. Vor fünf Jahren erreichten sie 38,51 Prozent.

„Ich kann mich nicht freuen“, sagte Roland Schepp, Vorsitzender der Staufenberger SPD. Ziel sei es gewesen, alle acht Sitze zu behalten. „Aber wir sind weiterhin die stärkste Fraktion im Rat. Wir werden genauso stark für Staufenberg weiterarbeiten wie bisher.“

Prozentual verloren haben auch die beiden anderen bisher im Rat vertretenen Parteien. Die CDU minus 2,88 Prozent, die Grünen minus 1,52 Prozent. Auf die Zahl der Mandate wirkte sich das aber nicht aus.

„Wir freuen uns, dass wir trotz vieler neuer Kandidaten unsere Sitze behalten haben. Und das dem Bundestrend zum Trotz“, sagte Sebastian Bornmann, stellvertretender Vorsitzender der Staufenberger CDU, zum Wahlausgang. Die CDU hat weiterhin sechs Mandate, und die Grüne stellen drei Ratsmitglieder.

„Wir hätten uns schon etwas mehr erhofft“, sagte Margret Beisheim, Vorsitzende der Staufenberger Grünen. „Dennoch sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Der Staufenberger Gemeinderat hat 20 Sitze. Hinzu kommt die Stimme des hauptamtlich gewählten Bürgermeisters Bernd Grebenstein. Folgende Kandidaten haben die Staufenberger gewählt:

SPD (7 Sitze): Carsten Teller, Schreinermeister (direkt gewählt, 731 Stimmen); Fred Kaduhr, Soldat i.R. (direkt gewählt, 661 Stimmen); Ruth Tischer, Rektorin i.R. (direkt gewählt 488 Stimmen); Roland Schepp, Beamter (direkt gewählt, 371 Stimmen); Stefan Spier, Kaufmann Groß- und Außenhandel (direkt gewählt 264 Stimmen); Gerd Pfurr, Heizungsbauer (Listenplatz 6, 195 Stimmen); Tobias Schlieckmann, Auszubildender Finanzwirt (Listenplatz 7, 229 Stimmen).

CDU (6 Sitze): Sebastian Bornmann, Metzgermeister (direkt gewählt, 472 Stimmen); Ann-Katrin Buhse Sozialpädagogin B.A. (direkt gewählt, 462 Stimmen); Melanie Spohr, Bautechnikerin (direkt gewählt, 198 Stimmen); Tobias Bischoff, Diplom-Ingenieur (BA) (direkt gewählt, 189 Stimmen); Annelene Bornmann, Lehrerin (Listenplatz 5, 69 Stimmen); Tim Jordan-Winneknecht, Entwicklungsingenieur (Listenplatz 6, 118 Stimmen).

Bündnis 90/Die Grünen (3 Sitze): Volkhard Hartmann, Rentner (direkt gewählt, 137 Stimmen); Holger Liese, Polizeibeamter (direkt gewählt, 102 Stimmen); Hans-Joachim Beisheim, Versicherungskaufmann (Listenplatz 2, 77 Stimmen).

Die Linke (1 Sitz): Lynn Sonder, M.Sc. Regionalentwicklung & Naturschutz (Listenplatz 1, 95 Stimmen).

Wir für Staufenberg (3 Sitze): Nina Bernhardt, Assistenz der Betriebsleitung (direkt gewählt, 241 Stimmen); Janine Herr, Verwaltungsfachwirtin (direkt gewählt 231 Stimmen); Florian Winkler Verwaltungsfachwirt (Listenplatz 1, 146 Stimmen). Von Ekkehard Maass

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