Spende aus Kartoffelverkauf

DRK-Kindergarten Lippoldshausen bei Hann. Münden erhält 1000 Euro

Die Kinder der Kita in Lippoldshausen haben sich ein Jahr mit der Kartoffel beschäftigt. Dafür gab es eine Spende aus dem Verkauf der Knolle.
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Die Kinder der Kita in Lippoldshausen haben sich ein Jahr mit der Kartoffel beschäftigt. Dafür gab es eine Spende aus dem Verkauf der Knolle.

Ein ganze Vegetationszeit waren die Kinder des DRK-Kindergartens Lippoldshausen aktiv dabei und haben auf einem Acker am Dorfrand das Wachsen und Gedeihen von Kartoffelpflanzen miterlebt.

Lippoldshausen – Groß war jetzt die Freude beim Team um Kita-Leiterin Britta Greil, als sie nach der Kartoffelernte aus dem vergangenen Herbst jetzt noch eine weitere Ernte einfahren durfte und einen Scheck entgegennahm: Für ihren Einsatz erhielten sie den aufgerundeten Gesamterlös des gemeinschaftlichen Kartoffelverkaufs, nämlich 1000 Euro für die Verschönerung des Außengeländes, vom Landwirtschaftsbetrieb der Familie Mühlhausen aus Lippolds-hausen, die den Acker für das Projekt bereitstellte und deren Töchter ebenfalls in den Kindergarten gehen.

„Wir sind mit der Landwirtschaft, mit säen und ernten, wachsen und gedeihen groß geworden – und was es für Anstrengungen bedarf, um von einem Stück Ackerboden wertvolle Lebensmittel zu gewinnen“, sagte Nebenerwerbslandwirt Christian Mühlhausen, der die Idee zu dem Projekt hatte. Doch diese wertvolle Erfahrungen mache heute längst nicht mehr jedes Kind. Das Thema Landwirtschaft und Nahrungsmittelerzeugung sei daher leider heute bei vielen weit weg.

Daher wolle man das Wissen weitergeben, dass Lebensmittel eben nicht im Supermarktregal wachsen. Die Kinder bekamen die Möglichkeit, die landwirtschaftlichen Prozesse übers ganze Jahr hinweg mitzuerleben.

Viele Kinder waren bereits bei der Pflanzung der Knollen dabei. Jedes Kind bekam dabei auch eine Kartoffel mit nach Hause, um dort parallel zuhause das Wachstum zu verfolgen. Immer wieder besuchten die Kinder „ihre“ Kartoffeln und ließen sich von Christian Mühlhausen erklären, was beispielsweise eine Kartoffel zum Wachsen braucht, was es mit den Kartoffelkäfern auf sich hat und was man aus Kartoffeln alles machen kann.

Parallel dazu drehten sich viele Aktivitäten und Basteleien im Kindergarten rund um die Kartoffel. Beim gemeinschaftlichen Kartoffelverkauf nach der Ernte im Oktober waren die Kinder dabei und zeigten ihre Arbeiten auf Plakaten. Von dem Geld soll unter anderem eine Baumbank für den Außenbereich angeschafft werden. „Ein dickes Dankeschön geht an alle Lippoldshäuser und auswärtigen Gäste, die beim Verkaufstag bei uns Kartoffeln eingekauft haben“, sagt Christian Mühlhausen.

Einen großen Anteil zum Gelingen des Projektes hatten auch die Traktorfreunde Lippoldshausen (TFL), denn die gesamte Pflanzung, die chemiefreie Unkrautbekämpfung und Pflege der Kartoffel sowie ein Teil der Ernte wurde mit historischer Technik abgewickelt, wie der mechanisch betriebenen Schmotzer-Kartoffelschleuder von 1920, die Oldtimer- und Technik-Profi Herbert Göbel von den Traktorfreunden wieder flott machte. „Uns hat die Aktion Spaß gemacht und was gibt es Besseres, als dass die alte, von uns bewahrte Technik auch im praktischen Einsatz läuft?“, sagte TFL-Vorsitzender Markus Lütjerodt, dessen Team auch den coronakonformen Kartoffelverkauf mit organisierte.

Für ihren Einsatz erhielten die Traktorfreunde eine zusätzliche Spende von 100 Euro von Familie Mühlhausen. Ein weiterer Unterstützer des Projektes ist Rüdiger Renoldi von „Rüdigers Kartoffelhütte“ aus Hilwartshausen, der die Ernte der restlichen Kartoffeln mit professioneller Erntetechnik organisierte. (Jens Döll)

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