Gäste können kostenlos spenden

Umwelt schonen und Hospiz unterstützen: So hilft ein Hotel aus Hann. Münden

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Seit November ist schon einiges zusammengekommen: Jutta Nickel (links) und Annette Rothweiler sammeln im Flux Biohotel Werratal Spenden fürs Hospiz. (ganzes Foto per Klick aufs Bild)

Gäste des Flux biohotels Werratal haben jetzt eine ganz einfache Möglichkeit bekommen, nicht nur die Umwelt zu schonen, sondern auch etwas Gutes zu tun.

Wer bei einem kurzen Aufenthalt auf die übliche Zwischenreinigung seines Zimmers verzichten möchte, kann das gesparte Geld jetzt für das Hospiz in Hann. Münden spenden.

Die Idee, auf die Zwischenreinigung zu verzichten, ist nicht ganz neu. „Man braucht bei kurzen Aufenthalten eigentlich gar keine Zwischenreinigung und manche Gäste wollen das auch gar nicht“, erzählt Annette Rothweiler, Inhaberin des Flux Biohotels. Während es bei einigen Mitbewerbern üblich ist, bei Verzicht auf die Reinigung, die auch das Wechseln der Handtücher beinhaltet, einen Gutschein beispielsweise für die Bar auszugeben, hatte Rothweiler eine andere Idee. „Beim Beats for Hospiz hat mich Annette angesprochen“, sagt Jutta Nickel, beim Hospiz zuständig für das Einwerben von Spenden.

Das Hotel habe bereits in den Vorjahren schon immer Spendendosen für das Mündener Hospiz aufgestellt – von dieser innovativen Idee war Nickel aber begeistert. „Wir beide kümmern uns um Gäste. Unser Wertegedanke beinhaltet auch, sich um die Menschen zu kümmern, die nicht mehr so können“, betont Rothweiler.

Für den Hotelgast ändert sich nichts. Wenn er eincheckt, wird er bei Übernachtungen über eine Nacht hinaus gefragt, ob er auf die Zwischenreinigung verzichten möchte. Ist das der Fall, kann man eine kleine Holzkugel aus einem Kasten nehmen und in das große Spendenglas für das Hospiz werfen. Eine Kugel hat einen Gegenwert von rund fünf Euro. Für Rothweiler passt diese Spendenaktion aber auch im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens ins Konzept des Hotels. Niemand wechsele zuhause täglich die Handtücher oder beziehe das Bett neu. Durch das Sparen, das auch ein flexibel einsetzbares Personal voraussetzt, werde so nicht nur für den guten Zweck Geld gesammelt, sondern auch die Umwelt geschont. Doch nicht nur das Geld ist es, das dem Hospiz zu Gute kommt. „Menschen aus der ganzen Republik übernachten hier im Hotel.

Annette Rothweiler informiert so Menschen weit über die Region hinaus über den Hospizgedanken“, lobt Jutta Nickel. So profitiere die Mündener Einrichtung finanziell, darüber hinaus aber alle vergleichbaren Einrichtungen ebenfalls. Möglich macht dies unter anderem das ausgelegte Informationsmaterial aber auch das persönliche Gespräch mit den Mitarbeitern des Hotels vor Ort. 

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