1500 setzen Zeichen gegen Hass beim Rock for Tolerance

Spendentopf wieder gut gefüllt

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Temporeiche Show von Minuspol.

"Wir sind super zufrieden“, Marco Hepe vom Verein Rock for Tolerance und seine Mitstreiter haben ganze Arbeit geleistet. Das dritte Open-Air auf dem Tanzwerder war ein Erfolg.

1500 Besucher, schätzen die Organisatoren, seien am Samstag bei dem Festival gegen Fremdenhass und Ausgrenzung dabei gewesen. „Angesichts des unbeständigen Wetters ist das wirklich eine gute Zahl“, so Marco Hepe. „Das signalisiert uns, dass wir inzwischen eine etablierte Veranstaltung sind und wir sind top motiviert, den Standard weiter zu erhöhen“, so der stellvertretende Vorsitzender des Vereins und Mitorganisator des Festivals. „Für das kommende Jahr werden wir einige Überraschungen parat halten“, verspricht er schon heute.

Das gesamte Spendenvolumen der Veranstaltung ist noch nicht ermittelt, doch der Verkauf der Festival-Artikel wie T-Shirts, Bändchen oder Anstecker, sei sehr gut gelaufen, und alle Lose der Tombola wurden restlos verkauft – 300 Lose zu je drei Euro.

Auch der Spendentopf sei gut gefüllt, so Marco Hepe, der vermutet, dass sogar mehr Geld als 2018 zusammen gekommen sein könnte. Die genaue Summe wird noch bekannt gegeben.

Die Warm-Up Party am verregneten Freitag hingegen war weniger erfolgreich, denn zur Haupt-Partyzeit goss es in Strömen. Trotzdem kamen einige Gäste und der Verein erhielt viel positiven Zuspruch, darum soll auch der Freitag im kommenden Jahr in das Rock for Tolerance Festival eingebunden werden, in welcher Form wird sich noch entscheiden.

Dass die Organisatoren bei der Band-Auswahl richtig lagen, zeigte sich schon früh an den Reaktionen des Publikums. Über 30 Bands hatten sich beworben, für fünf mussten sich die Macher des Festivals entscheiden. Schon die Opener Jungfrau Männlich Deluxe aus Worbis punkteten mit humorvollen Texten, schnellen und harten Beats und sympathischen Mitgliedern. Weiter ging es mit „Sturdy“, „Princes of Provinces“ „Spit“, und das Festival wurde beendet von dem temporeichen Auftritt der Band „Minuspol“.

Rock for Tolerance aber ist auch in diesem Jahr wieder mehr gewesen als Musik, es gab Programm für die ganze Familie. Soziale Organisationen stellten sich vor, das Familienzentrum bot Spiele an und die Besucher konnten sich T-Shirts und Taschen bedrucken. Kistenklettern der Freiwilligen Feuerwehr und Mitmachzirkus des Kneipp-Vereins brachten Jung und Alt in Bewegung. Das Diakonische Werk des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hann. Münden lud dazu ein, sich in einer Wandzeitung zum Thema „Gesicht zeigen für Vielfalt und Toleranz“ zu verewigen, um einige Beispiel zu nennen.

Teddys als Tröster bei Einsätzen: Spendenparlament und Rock for Tolerance finanzierten die Plüschtiere. Hier von links: Dr. Manfred Albrecht  und Ines Albrecht-Engel vom Spendenparlament, Ortsbrandmeister Eike Schucht, Achim Block (Spendenparlament) und Marco Hepe (Rock for Tolerance).

Außerdem gab es live auf der Bühne eine Spendenübergabe: Sowohl der Verein Rock for Tolerance als auch das Spendenparlament Münden hatten jeweils 500 Euro an den Feuerwehrverein für die Anschaffung von Notfallteddys für ein Jahr gespendet. „Unsere Notfallteddys sind mehr als nur Spielzeug“, so Ortsbrandmeister Eike Schucht.

Die Teddybären werden bei Unfällen oder Einsätzen an Kinder verschenkt, für die sie Trostspender sind, sie helfen Traumatisierungen zu vermeiden und vertrauen zu Ersthelfern und Einsatzkräften zu schaffen. Die Teddys werden vom Feuerwehrverein aus auch an andere Hilfsorganisationen in Hann. Münden, Staufenberg und Dransfeld weitergegeben.

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