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Mündener feierte 100. Geburtstag

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Von: Petra Siebert

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Felix Mattner feierte jetzt im Altenwohnheim Tillyschanze seinen 100. Geburtstag. Für eine Überraschung sorgte Aysel Özates, die Leiterin der sozialen Betreuung.
Felix Mattner feierte jetzt im Altenwohnheim Tillyschanze seinen 100. Geburtstag. Für eine Überraschung sorgte Aysel Özates, die Leiterin der sozialen Betreuung. © Petra Siebert

Er ist bis heute sportlich unterwegs - Felix Mattner. Am Sonntag feierte er seinen 100. Geburtstag.

Hann.Münden – Wer den Namen Felix Mattner hört, bringt ihn sofort mit Leistungssport in Verbindung. Doch nun ist es ruhiger um ihn geworden, er feierte am Pfingstsonntag seinen 100. Geburtstag im Altenwohnheim Tillyschanze.

Er wollte keine große Feier, Kaffeetrinken zusammen mit seinem Sohn und dessen Lebensgefährtin war angesagt. Aber im Altenwohnheim gab es trotzdem eine Überraschung für ihn, nämlich ein englisches Frühstück, deftig mit Bacon, Rührei und gebratenen Würsten. Dafür hatte Aysel Özates, die Leiterin der sozialen Betreuung in der Einrichtung, gesorgt.

Gesund leben, viel Sport treiben und Freude am Leben haben. Wer sich viel ärgert, wird nicht alt.

Felix Mattner

Sie begleitet ihn auch, wenn er den Wunsch hat, draußen spazieren zu gehen, denn Felix Mattner möchte trotz seines hohen Alters noch fit sein. Auch ab und zu Gymnastik in der Gruppe und tägliche Kniebeugen gehören dazu. „Ich gehe den Gang entlang, am Ende halte ich mich an der Stange fest und mache Kniebeugen“, berichtet er. Auch ermutigt er die anderen Bewohner, sich zu bewegen. „Nicht übertreiben, langsam angehen und allmählich steigern“, ist sein Tipp. Gerne lässt er sich von seiner Betreuerin auch mal nach Hemeln ins Gasthaus zur Fähre fahren.

Auf die Frage, was er getan hat, um so alt zu werden antwortete er: „Gesund leben, viel Sport treiben und Freude am Leben haben. Wer sich viel ärgert, wird nicht alt“.

Er erzählt, dass er gerne alleine ist und dass er sich in dem Altenwohnheim gut aufgehoben fühlt. Wenn er Kontakte haben möchte, würde er sie selber knüpfen. Selbstkritik und seinen trockenen Humor hat er sich bis ins hohe Alter erhalten.

In den Disziplinen Kugelstoßen, Schleuderball und Weitsprung hat Mattner viele Urkunden und Pokale sowie Gold-, Silber- und Bronzemedaillen nicht nur in Deutschland, sondern in vielen europäischen Ländern, errungen. Fast jedes Wochenende war er in seinen sportlichen Glanzzeiten unterwegs. Während der Wettkampfsaison trainierte er fünfmal wöchentlich für mehrere Stunden. In Münden wurde er 1991 zum Sportler des Jahres ernannt. Im Polizeisportverein (PSV) Hann. Münden war der heute 100-Jährige langjähriges Vorstandsmitglied und Leistungsträger für die Leichtathletik-Sparte. Außerdem trainierte über viele Jahre die Faustballmannschaft des PSV. (Petra Siebert)

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