Vereine können durchatmen

Sportstättengebühr in Hann. Münden ist vom Tisch

Hann. Münden. Die Mündener Sportvereine können durchatmen. Die Einführung einer Kostenpauschale für die Nutzung der Sporteinrichtungen der Stadt ist vom Tisch.

Ebenso die Übertragung der Kosten für die Flutlichtbeleuchtung auf die entsprechenden Klubs. Beide Punkte wurden in der jüngsten Sitzung des städtischen Finanzausschusses aus dem Haushaltssicherungskonzept 2016 gestrichen.

Die Ratsleute votierten einstimmig. In der Ratssitzung am Montag muss das Gremium das Sicherungskonzept in Gänze noch einmal abschließend behandeln, eine andere Entscheidung als im Ausschuss gilt aber als unwahrscheinlich.

Klaus Dressler vom Vorstand des Kreissportbundes reagierte positiv auf diese Entscheidung: „Das ist eine Entscheidung, die mit Weitsicht getroffen wurde.“ 43 Sportvereine gebe es in Münden, allein 450 Ehrenamtliche seien neben tausenden Sportlern in der Stadt unterwegs. Bei einer Sportstättengebühr hätten die Vereine ihre Mitgliedsbeiträge erhöhen müssen. Die Stadt ging von Einnahmen von etwas über 30 000 Euro durch die Gebühr aus. Der Landkreis Göttingen erhebt ebenfalls keine Nutzungsgebühren für seine Sportanlagen.

Der Artikel wurde aktualisiert um 15.40 Uhr.

Die beiden nun gestrichenen Punkte sind Teil einer „Giftliste“, die die hoch verschuldete Stadt vorlegen muss. Und über allem schwebt die Fragestellung: Wie kann der städtische Haushalt in Hann.Münden ausgeglichen werden? Diese zentrale Frage bewegt die Kommunalpolitik bereits seit vielen Jahren.

In der kommenden Ratssitzung am Montag (16 Uhr Welfenschloss) soll der Etat für 2016 verabschiedet werden. Der Fehlbetrag wird bei etwa 1,8 Millionen Euro liegen, wie Bürgermeister Harald Wegener in der Finanzausschusssitzung erklärte. Damit konnte das Minus gesenkt werden. Bei der Einbringung des Haushaltes im vergangenen November lag das Defizit noch bei etwa 2,3 Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © dpa

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