Bezahlen für Nutzung der gemeindeeigenen Sportstätten

Sportvereine müssen in Hann. Münden mit Gebühren rechnen

Hann. Münden. Die Stadt Hann. Münden muss sparen und will daher Sportvereinen ab 2016 die Nutzung der gemeindeeigenen Sportstätten (Hallen, Plätze und - soweit betroffen - Dorfgemeinschaftshäuser) den Nutzern in Rechnung stellen. Grundlage ist ein Ratsbeschluss vom Juni 2015.

Dieser Beschluss wanderte an die Verwaltung, auf dass diese ein tragfähiges Umsetzungskonzept entwickele - „im Einvernehmen mit den Sportvereinen“, wie die SPD seinerzeit extra beantragt hatte. Eine vom Städtischen Rechtsdirektor Volker Ludwig im vorigen Herbst reaktivierte Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Sportvereinen soll ein Konzept erarbeiten, hat aber bis heute noch nicht einmal getagt. Die Verwaltung will aber jetzt Gas geben. Jürgen Wiemer, Leiter Bereich Gesellschaft und Soziales, hofft, dass sich die Arbeitsgruppe „noch im Januar“ über die Umsetzung des Ratsauftrages einigen könne. Da im Rat die Einführung von Nutzungsgebühren „für 2016“ beschlossen worden sei, habe die Verwaltung zeitlich aber schon noch etwas Spielraum. So könne es durchaus sinnvoll sein, die neuen Konditionen erst mit dem Sportjahr 2016/2017 (ab 1. Juli 2016) wirksam werden zu lassen.

„Die Sportvereine drängt es auch nicht unbedingt, eine Gebührenordnung zu ihren Lasten zu entwickeln“, lässt Klaus Dressler, Sprecher der Mündener Sportvereine und Vorstandsmitglied im Kreissportbund, in dieser Sache keine Eile erkennen. Zumal die Einführung einer Sportstättennutzungsgebühr gerade jene Vereine belasten werde, deren Übungsgruppen auf die städtischen Sportstätten zwingend angewiesen sind. Das könne, meint Dressler, im Extremfall existenzbedrohend werden!

Die Vereine jedenfalls werden mit spitzem Stift rechnen müssen, ob sie - wenn denn die Sportstättennutzungsgebühr wirksam wird - mit den alten Mitgliedsbeiträgen noch auskommen werden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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