Stadt erhöht den Druck auf Eigentümer leerstehender Häuser

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Altes Fachwerk muss gepflegt werden, um es zu erhalte - ein Beispiel aus der Mündener Altstadt.

Hann. Münden. Mehrere denkmalgeschützte Häuser in der Mündener Altstadt sind mehr oder weniger stark dem Verfall preisgegeben. Die Stadt hat nur wenig Handlungsspielraum, da die Häuser in Privatbesitz sind.

Schon lange versucht die Stadt, etwas zu bewegen, die historischen Gebäude zu sichern und zu erhalten. Man überlege inzwischen, Dritte hinzuzuziehen, um zum Beispiel ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg aus dem Jahr 2012 zu vollstrecken und Außenstände einzufordern, sagte Bürgermeister Harald Wegener, ohne eine konkrete Firma zu nennen. Das würde die Stadt zwar Geld kosten und damit eine gewisse Einbuße bedeuten, aber er brächte Bewegung.

Die Stadt kann nicht selbst aktiv werden, da die Eigentümer-Firma nicht in Hann. Münden ansässig ist. Das aktuell abgesperrte Haus und das Gebäude, um das es in der Klage ging, gehören beide der Kokon Verwaltungs- und Grundstücks GmbH und Co. KG, die ihren Sitz in der Gemeinde Jossgrund hat (nahe Bad Orb) und die in Hann. Münden sieben leerstehende Gebäude besitzt. Geschäftsführer ist Eppo Haas, als Prokuristin firmiert Claudia Haas. Für das Haus Lange Straße 15 muss der Eigentümer ein Sanierungsgutachten erstellen lassen, auf dessen Basis die Stadt Anordnungen zur Sicherung der Bausubstanz treffen könnte. Dieser Auflage sei er bisher aber nicht nachgekommen, so Bürgermeister Wegener. Ein Zwangsgeld wurde auferlegt und bisher nicht gezahlt.

„Wir überlegen, weitere Verfahren anzustrengen, um alle Häuser durch Sanierungsgutachten einer neuen Bewertung zuzuführen“, so Wegener. Die Gespräche mit diesem Eigentümer sieht er als gescheitert an.

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