Mehr Vandalismus

Stadt Hann. Münden will Toilettenreinigung ausgliedern

Öffentliche Toilettenanlage auf dem Tanzwerder in Hann. Münden.
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Öffentliche Toilettenanlage auf dem Tanzwerder in Hann. Münden.

Die Reinigung der öffentlichen Toiletten in der Stadt Hann. Münden soll möglicherweise demnächst an einen externen Dienstleister ausgegliedert werden. Das erklärte die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses.

Die zusätzliche Belastung für den Haushalt 2021 werde dafür mit etwa 13 000 Euro angesetzt, hieß es. Bislang würden die Toiletten von einer Reinigungskraft mit einer halben Stelle bei der Stadt gereinigt. Es gäbe jedoch zusehends Probleme, Personal zu finden, dass sich für die Reinigung bereit erkläre, berichtete Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener.

Der Vandalismus in den öffentlichen Toilettenanlagen habe deutlich zugenommen: Wände und Böden würden mit Kot beschmiert, Toilettenpapier in die Heizkartuschen der Heizkörper gesteckt, was die Brandgefahr erhöhe. „Die Zustände sind so schlimm, dass man die Reinigung kaum noch jemandem zumuten mag“, betonte Wegener.

Die Reinigung der öffentlichen Toiletten, aus dem Bild die auf dem Tanzwerder, kostet die Stadt Hann. Münden viel Geld.

Nette Toilette: Betriebe bieten kostenlose Nutzung an

Laut Verwaltung betreibt die Stadt Hann. Münden derzeit zwei öffentliche Toiletten auf dem Tanzwerder und an der Rotunde. Geöffnet seien sie zwischen 7.30 und 19 Uhr und würden einmal täglich gereinigt. Zudem nähmen derzeit zwölf Betriebe, vornehmlich Restaurants, Gaststätten und Cafés am Projekt „Nette Toilette“ teil.

Dazu komme die Aegidien-Apotheke mit einem Wickeltisch. Eine Veränderung der Teilnehmeranzahl sei wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich nicht eingetreten, so die Stadtverwaltung. Zur Zeit seien sie mit Ausnahme von Spielwaren Hendrich, die jedoch nur eine Kundentoilette und Wickeltisch anbieten, geschlossen. Insbesondere für ältere Menschen sei das Angebot öffentlicher Toiletten im Bereich der Altstadt wichtig, betonte Mündens Ratsvorsitzender Dr. Wilfried Kraft im Finanzausschuss. Bürgermeister Harald Wegener verwies darauf, dass mit der Sanierung des Historischen Rathauses auch eine neue öffentliche Toilettenanlage in dessen Räumlichkeiten entstehe.  

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