Stadt Hann.Münden zeigt Flagge für unterdrücktes Tibet

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Hausmeister Uwe Hentze beim Anbringen der Flagge für Tibet im vergangenem Jahr: Auch in diesem Jahr wird wieder gehisst.

Hann. Münden. Die Dreiflüssestadt zeigt am Dienstag, 10. März, neben vielen Städten in Deutschland am Rathaus eine Flagge für Tibet.

Zum 56. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesische Besatzungspolitik folgt auch die Stadt wieder dem Aufruf der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID), die tibetische Fahne am Rathaus anzubringen.

Seit 1999 beteiligt sich die Stadt Hann. Münden an der stillen Protestaktion und diesmal ist es Bürgermeister Harald Wegener der die Solidaritätsaktion für das tibetische Volk unterstützt.

Seit 1950 ist das ehemals souveräne Tibet von China besetzt. Das Hissen der Schneelöwenfahne erinnert an den tibetischen Widerstand gegen die übermächtige chinesische Besatzung, die am 10. März 1959 ihren Höhepunkt fand. In der Hauptstadt Lhasa verloren damals nach offiziellen chinesischen Angaben mehr als 87 000 Tibeter ihr Leben. Nicht zu vergessen sind jedoch auch alle übrigen Opfer. Als Folge der kommunistischen Gewaltherrschaft starben laut der Initiative bis heute über eine Million Tibeter durch Zwangsarbeit, Folter, Haft und Hinrichtungen. Zwischen 120.000 und 150.000 Tibeter leben heute im Exil.

Die Landkreise, Städte und Gemeinden treten mit dem Hissen der Flagge am 10. März für die Menschenrechte in Tibet und das Recht der Tibeter auf Selbstbestimmung ein. Gleichzeitig werden die chinesische Regierung und die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts einzusetzen. Durch diese weltweite Aktion, an der sich im vergangenen Jahr allein in Deutschland über 1200 Städte und Landkreise beteiligten, wehen seit 1969 in jedem Jahr die Tibetflaggen in Solidarität mit dem tibetischen Volk an Rathäusern und öffentlichen Gebäuden.

Die Stadt Hann Münden sendet mit dem Hissen der Tibetflagge am 10. März ein Zeichen der Hoffnung an die Menschen in Tibet. Weitere Informationen zur Flaggenaktion können im Internet eingesehen werden. (red/awe)

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