Stadt Hann. Münden ist offen für Zuwanderer

Heißen Flüchtlinge in Hann. Münden willkommen: Bürgermeister Harald Wegener (Mitte) und seine Mitarbeiter Volker Ludwig (rechts) und Peter Jahnke. Foto: Bytom/nh

Hann. Münden. Die Stadt Hann. Münden ist offen für Menschen, die aus ihrem Heimatland flüchten mussten und sich in Deutschland eine neue Existenz aufbauen wollen.

Als eine von sieben Städten in Deutschland nahm die Dreiflüssestadt an einem über drei Jahre laufenden Projekt der Schader-Stiftung teil. Titel des Projekts: „Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel“.

Im Austausch mit den Städten Bergen, Stendal, Höxter, Schlüchtern, Bad Kissingen und der Schwäbisch Gmünd war es für die Mündener Verwaltung möglich, voneinander zu lernen und das Erlernte in mehreren Netzwerkseminaren und Fachtagungen zu vertiefen. Ziel des Projektes war es, den Blick für die zentrale Bedeutung der interkulturellen Öffnung für Kommunen in ländlichen Regionen besonders auch im Hinblick auf die demografischen Veränderungen zu schulen.

Die klassische Integrationspolitik „zielt im Kern nur auf den Ausgleich sozialer Benachteiligung und Chancengleichheit.“ Das, so sind sich Städtischer Rechtsdirektor Volker Ludwig und Bürgermeister Harald Wegener mit der Schader Stiftung einig, ist nicht genug. „Es braucht eine Öffnung vor Ort für die gelebte Integration aller bei uns lebenden Migrantinnen und Migranten“, sagen Volker Ludwig und Bürgermeister Harald Wegener.

In der Stadtverwaltung Hann. Münden sei das Thema Integration Alltag, denn dort werde der Fachkräftemangel offen diskutiert und junge Menschen mit Migrationshintergrund hätten ebenso eine Chance einen Ausbildungsplatz in der Verwaltung zu bekommen, sagt Bürgermeister Wegener. Ausgestattet mit einem Handbuch für Kommunen, dass es zur Abschlussveranstaltung von der Schader-Stiftung für alle teilnehmenden Städte gab, wird in enger Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeauftragten im Landkreis Göttingen, Isa Sandiraz, und den Mitgliedern im Mündener „Fachgremium Soziale Arbeit“ das weitere Vorgehen besprochen.

Einen weiteren Schritt hin zur Integration von Flüchtlingen regte Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener auf der jüngsten Sitzung der Bürgermeister auf Landkreisebene in Rosdorf an: „Um eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu ermöglichen solle geprüft werden, wie es unter Einhaltung des Datenschutzes möglich ist, Zuwanderungsfamilien und Einzelpersonen ebenso herzlich wie alle Neubürger willkommen zu heißen.“ Im Jahr 2014 waren es nach Informationen des Landkreises 70 Flüchtlinge, die nach Hann. Münden gekommen sind.

Viel Unterstützung, so Wegener, finden die Menschen auch beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Münden, wo bereits ein runder Tisch der Hilfe für Flüchtlinge eingerichtet worden ist. (red)

Wer mehr zur Schader-Stiftung und das Projekt wissen möchte:  www.integrationspotenziale.de

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