Rotstift bei den Brandschützern

Stadt will stärker bei der Feuerwehr sparen

Rotstift bei der Feuerwehr: Jährlich 100 000 Euro will die Stadt Hann. Münden bei der Feuerwehr sparen. Das Wie ist völlig offen. Unser Bild entstand bei einem Tag der offenen Tür der Mündener Wehr mit anderen Rettungskräften. Foto: Siebert

Hann. Münden. Rotstift bei den Brandschützern: Jährlich 100.000 Euro will die Stadt Hann. Münden bei ihrer Wehr einsparen. Das Wie ist völlig offen.

Die Stadt Hann. Münden will bei der Feuerwehr stärker sparen als bisher. Dazu soll noch in diesem Jahr ein „Feuerwehrbedarfsplan“ in Auftrag gegeben werden. Nach dem vom Mündener Rat beschlossenen Sparkonzept erhofft sich die Verwaltung davon Einsparungen von rund 100.000 Euro pro Jahr.

Wo genau der Hebel angesetzt werden kann, ist noch unklar. Darüber soll die Bedarfsanalyse Aufschluss geben. Noch sei aber kein Auftrag an einen Gutachter vergeben, der Rat habe auch noch kein Geld dafür bereitgestellt, teilte Jörg Golde vom Bereich Sicherheit und Ordnung der Stadt mit. Bisher gibt es keine Analyse darüber, was die Stadt für ihren Brandschutz benötigt und wie viele Standorte es geben muss.

Rund 20.000 Euro hat sich die Gemeinde Staufenberg im vergangenen Jahr ein solches Gutachten kosten lassen. Für Staufenberg haben sich nach Angaben von Gemeindebrandmeister Stefan Kuhn allerdings keine Einsparpotentiale ergeben.

Vielmehr müssten Feuerwehrgerätehäuser renoviert oder erweitert und auch größere Fahrzeuge nach und nach angeschafft werden. Auch Standortschließungen seien nicht vorgesehen. Analysiert hat die Situation in Staufenberg ein Unternehmen für Sicherheitsberatung aus Nordrhein-Westfalen.

Neben den neuen Sparplänen für die Mündener Wehr gibt es im Konzept für die Haushaltssicherung seit mehreren Jahren die Vorgabe, die jährlichen Ausgaben um 10 Prozent zu reduzieren.

Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig sieht bei der Feuerwehr kein Einsparpotential mehr. „Wir haben jetzt schon einen Investitionsstau bei den Feuerwehrgerätehäusern und bei der Fahrzeugbeschaffung.“

Und zu den Einsatzkräften sagt der Feuerwehrchef: „Fakt ist, dass wir auf keinen einzigen Feuerwehrmann verzichten können.“

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