Innenstadt oder Wallanlagen?

Standbetreiber äußern sich zu Weihnachtsmarktplänen in Hann. Münden

Weihnachtsmarkt Hann. Münden / Foto:
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Ein Blick von oben auf den Mündener Weihnachtsmarkt. Das Bild entstand am alten Standort des Marktes im Jahr 2019. Nun soll er in den Wallanlagen stattfinden, das führt zu Kritik. (Archivbild)

Trubel um den Weihnachtsmarkt in Hann. Münden. Doch was sagen die Standbetreiber eigentlich dazu? „Das bekommen wir hin“, heißt es von einem von ihnen.

Hann. Münden – Der Weihnachtsmarkt in den Hann. Mündener Wallanlagen ist umstritten. Kritiker befürchten eine Beschädigung von Bäumen und Pflanzen durch die Verdichtung des Bodens, dazu kommen die steigenden Corona-Neuinfektionen im Landkreis Göttingen und in ganz Deutschland. Was sagen die Standbetreiber auf dem Markt zur aktuellen Diskussion? Wir haben mit zwei von ihnen besprochen.

Wir freuen uns auch auf den Start des Weihnachtsmarktes“

Frank Nothnagel betreibt zusammen mit Sandra Nothnagel die Glühweinstube „Sandra’s Punsch“. Er sagt: „Wir sind froh, wenn der Weihnachtsmarkt stattfinden kann und werden alle Hygienemaßnahmen nach bestem Wissen und Gewissen umsetzen.“ Zur aktuellen Diskussion um den Standort in den Wallanlagen könne und wolle er aber nichts sagen, so Nothnagel.

Guido Eichbaum ist Inhaber mehrerer Buden mit unter anderem Glühwein- und Crêpe-Verkauf und einem Schlemmergrill: „Wir freuen uns auch auf den Start des Weihnachtsmarktes“, sagt Eichbaum.

Dass der Markt stattfinde, sei auch finanziell wichtig: Wegen Corona habe er fast zwei Jahre lang kaum Einnahmen gehabt. „Das wird sicher nicht so werden wie 2019, aber wir hoffen das Beste“, sagt er. Die Ausgabe und Kontrolle der Bändchen für 3G beziehungsweise 2G hält er für unproblematisch: „Das bekommen wir hin“, so Eichbaum. Den neuen Standort in den Wallanlagen der Stadt hält er für nicht ideal: „Ich hätte es besser gefunden, wenn der Markt wieder auf dem Kirchplatz stattgefunden hätte“, betont Eichbaum.

Hann. Münden: Kritik am Konzept für Weihnachtsmarkt

Der Vorteil beim Kirchplatz sei gewesen, dass er direkt in der Stadt liege und ein reger Fußgängerverkehr herrsche. Der Wall liege dagegen abseits. Der Aufbau in den Wallanlagen gestalte sich zudem insgesamt schwieriger. Das Stadtmarketing habe sich für den Standort Wallanlagen entschieden und dies in einer Sitzung vorgetragen. Als Standbetreiber habe er keine Wahl und müsse den zugewiesenen Ort so akzeptieren. „Wir müssen es dort dieses Jahr probieren.“ Er glaube aber angesichts der Kritik nicht, dass in Zukunft noch mal für die Wallanlagen entschieden werde, sagt Eichbaum, dessen Familie seit 42 Jahren auf dem Hann. Mündener Weihnachtsmarkt vertreten ist. Laut Plan soll der Weihnachtsmarkt am Freitag, 26. November, öffnen. (Thomas Schlenz)

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