Hanglagen rund um Hann. Münden bereiten Probleme

Nach Regen: Ärger mit Geröll und Schlamm in Hann. Münden

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Eichhof-Eigentümer Günter Schmidt: Der 69-Jährige zieht einen dicken Ast aus dem Bach, der an seinem Grundstück vorbeifließt.  

Hann. Münden. Der Dauerregen und die Folgen: Das Kapitel ist noch nicht zuende. Noch ist nicht alles aufgeräumt, die Frage nach Vorbeugung steht im Raum.

Günter Schmidt, Besitzer des Eichhofs bei Volkmarshausen, räumt Steine aus dem Weg, Folgen des Dauerregens vor knapp drei Wochen. Das Wasser hat Dinge angespült, die vor allem an seinen Zäunen Schäden verursachen können. Nicht zum ersten Mal, wie er berichtet. 

„Sie versprechen immer etwas und halten es dann aber nicht ein“, sagt der Mann, der wie ein Einsiedler lebt. Damit meint er die Verwaltungen, etwa die der Niedersächsischen Landesforsten oder der Stadt.

Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst, Leiter des Forstamtes Münden, kennt die Problematik rund um den alten Schießstand der Kyffhäuser Kameradschaft Weser-Gimte. Der Bau verlottert. „Der ursprüngliche Zustand des Hauses ist nicht mehr gegeben“, sagt Schmidt-Langenhorst. Und er redet nicht um den heißen Brei: „Das Ziel ist, das Haus abzureißen und die Renaturierung des Bachlaufes vorzunehmen.“ Das soll bei Starkregen helfen, die Wassermassen nicht über Stock und Stein zu leiten. Der alte Bau stehe einer fachgerechten Renaturierung im Weg.

Abgelagertes Holz unterhalb des alten Schießstandes: Bei Starkregen bricht sich hier das Wasser und läuft über die Straße und das Grundstück von Günter Schmidt.

Die Situation mit Dauer- und Starkregen sei anders gewesen als bei einem von der Weser kommenden Hochwasser; „nicht vorhersehbar“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Hann. Münden, Julia Bytom: „Das Wasser ist von den Flächen der Landesforsten über einen Entwässerungsgraben und über die städtische Straße auf das Grundstück des Eigentümers am Eichhof gelaufen.“

Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener sagt, dass die neugewonnenen Informationen bei Starkregenereignissen, „wie sie bislang nicht bekannt waren“, Einfluss finden sollen, „um in gemeinsamen Gesprächen mit den jeweiligen Eigentümern der betroffenen Flächen Lösungen zu finden“ .

Aktueller Stand ist nach Angaben der Stadt, dass der Graben neben der Verbindungsstraße jetzt von den Mitarbeitern der Kommunalen Dienste (KDM) „ausgebaggert worden und im Augenblick weitestgehend für den normalen Abfluss durchlässig ist“. Wenige Gesteinsbrocken sollen in einem zweiten Schritt nach Rücksprache mit dem Tiefbauer bei den Kommunalen Diensten noch „bearbeitet“ werden.

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