HNA-Volontär berichtet von seinen Erfahrungen

Nach Unfall auf A7: Staus, wohin man schaut

Wer am Dienstag wegen der A7-Sperrung zwischen Kassel und Hedemünden Umleitungen folgte, brauchte angesichts vieler Staus gute Nerven. Auch ein HNA-Volontär war mittendrin.

Mein T-Shirt klebt am schwitzenden Rücken fest. Ich schaue abwechselnd auf die Uhr und aus dem Auto heraus in alle Richtungen. Zu sehen gibt es vorne und hinten Autos und Lkw, links und rechts Wiesen oder Häuser. In Lutterberg prüfe ich gelangweilt, ob die Halme anders wehen als in Landwehrhagen. Das Ergebnis: Tun sie nicht.

So sieht mein - und auch der von vielen anderen - Dienstagvormittag aus. Wegen der Vollsperrung der A 7 zwischen Kassel-Nord und Hann. Münden/Hedemünden fahre ich, HNA-Volontär Florian Künemund, von Kassel kommend (Abfahrt 8.30 Uhr) über Landwehrhagen und Lutterberg zur Arbeit in Richtung Hann. Münden. Doch was sich auf den Landes- und Bundesstraßen abspielt, fühlt sich auch fast wie Vollsperrung an.

Bis Landwehrhagen läuft der Verkehr noch relativ flüssig. Doch ab der Ortsmitte geht’s bergab - beziehungsweise nirgendwo mehr hin. Dort beginnt um zirka 9 Uhr mein Stau-Abenteuer auf dieser Strecke. Nach 15 Minuten sehe ich zehn Fahrzeuge vor mir das entfernteste Auto in meinem Blickeld in Bewegung. Die Vorfreude steigt in mir, beim ersten Mal zumindest noch. Denn nach 500 bis 1000 Metern sehe ich dasselbe Auto wieder, diesmal beim Anhalten. Das bedeutet auch für mich: Langsam wieder auf die Bremse treten. Das wiederholt sich bis Hann. Münden etliche Male. „Das gibt’s doch nicht“, denke ich mir genervt.

Der Autofahrer mit schwedischem Kennzeichen vor mir ist gelassener. Er genießt auf der Straße neben seinem Auto ein belegtes Knäckebrot und eine Cola. Ich habe leider nichts zu trinken dabei, weil Mineralwasser in der Redaktion bereitsteht. Ein Fehler, obwohl ich doch vor vier Monaten erst in einem langen Stau stand und auch da schmerzlich etwas Flüssigkeit vermisst habe. „Da musst du durch“, denke ich mir, sitze die Zeit ab, vertrete mir ab und zu die Beine draußen. Um 11.45 komme ich in Münden an. Jetzt noch sechs Stunden arbeiten, juhu.

Abschleppwagen brannte auf der A7

Lange Staus wegen A7-Sperrung in und um Kassel

Rubriklistenbild: © Krischmann

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