Martin Bretzler will Rolle übernehmen

Streitschlichter bietet sich an: Debatte um Weihnachtsmarkt und Adventsprogramm

MartinBretzler

Hann. Münden. Eine Vermittlerrolle in der strittigen Diskussion um den Altstadtweihnachtsmarkt in Hann. Münden bietet Martin Bretzler an. Es könne nicht sein, dass es zwei Weihnachtsmärkte nebeneinander in der Innenstadt gebe, meint der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat.

Er will den Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderung WWS, Rolf Bilstein, und Mündens neuen Bürgermeister Harald Wegner an einen Tisch bringen. Da er nicht mehr Mitglied der Gesellschafterversammlung der WWS sei und daher neutral, könne er in dem Konflikt moderieren, so Bretzler.

Der Kommunalpolitiker spricht damit an, dass die städtische Wirtschaftsförderung WWS das Kulturprogramm rund um das Café Aegidius unterstützt. Diese Unterstützung für die private Initiative ist auch eine Reaktion darauf, dass Bürgermeister Burhenne den Vorschlag einer Arbeitsgruppe von Geschäftsleuten, sich an der Planung des Altstadt-Weihnachtsmarkts zu beteiligen, abgelehnt hatte.

Der Bürgermeister hatte erklärt, der Markt entfalte Rechte und Pflichten für Marktbeschicker und für die Stadt als Veranstalter, daher sei die Beteiligung der Geschäftsleute nicht möglich.

Beleuchtungskonzept

Die Inhaberin des Cafés, Christiane Langlotz, wird während der Adventszeit an mehreren Wochentagen Musik und Lesungen im und am Café anbieten. Die Aegidienkirche soll dabei in neuem Licht erstrahlen, das dazu nötige Beleuchtungskonzept hat die WWS finanziert, wie Geschäftsführer Rolf Bilstein bestätigte. Da das Beleuchtungskonzept aus städtischen Mitteln bezahlt werde, und damit sparsam umgegangen müsse, halte er es für notwendig, es auch auf den Altstadt-Weihnachtsmarkt zu übertragen, betonte Bretzler.

„Die Stadt muss mit einer Stimme sprechen, das ist wichtig.“

Daher werde er versuchen, WWS-Geschäftsführer Rolf Bilstein und den neuen Bürgermeister Harald Wegener an einen Tisch zu bringen, damit sie über ein gemeinsames Beleuchtungskonzept reden. Ziel müsse ein gemeinsamer Weihnachtsmarkt in der Innenstadt sein. Bretzler: „Die Stadt muss mit einer Stimme sprechen, das ist wichtig.“ Danach könne die Gilde mit ins Boot geholt werden. Die Kaufmannschaft ist für neue Ideen offen. Bilstein ist mit dem Vorschlag Bretzlers zu einem Gespräch mit Neu-Bürgermeister Wegener einverstanden.

Eine Konkurrenz zum Altstadt-Weihnachtsmarkt, wie Bretzler es versteht, sehe er in dem Kulturprogramm rund um das Café Aegidius nicht. Vielmehr handele es sich um eine Ergänzung. Da nächstes Jahr ohnehin eine neue Adventsbeleuchtung für die Innenstadt notwendig sei, weil ab 2015 Glühbirnen innerhalb der EU verboten sind, könnte das in dieser Adventszeit erprobte Beleuchtungskonzept an der Aegidienkirche in der Fußgängerzone und auf dem Weihnachtsmarkt weiterentwickelt werden. (kri)

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