Auseinandersetzung mit Leerstand in der Altstadt

Strohhaus in Wallanlagen in Hann. Münden darf noch bleiben

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Rückansicht: Hier ist der Verfall deutlicher sichtbar.

Hann. Münden. „Ich bin erstaunt, dass das Haus aus Stroh noch ziemlich gut erhalten ist", sagt Tobias Hattendorff, Göttinger Architekt und Erbauer des Strohhauses in den Mündener Wallanlagen hinter der Rotunde.

Es sei genau das eingetreten, was eigentlich gewollt war: Nämlich, dass sich das kleine ansehnliche Bauwerk unter der Witterung verbiegt, verformt, verändert und in sich verfällt.

So, wie die alten Häuser in der Stadt auch. Der Giebel war bereits nach zehn Tagen eingestürzt, doch dann ging die Veränderung langsamer weiter.

Voriges Jahr am 12. November installierten Hattendorff und sein Team dieses Strohhaus. Das „Land-art-Projekt“ soll zur Auseinandersetzung mit dem Thema Leerstand in der historischen Innenstadt Hann. Mündens anregen. Der Verfall eines Bauwerks, wenn es Wind und Wetter ausgesetzt ist und nicht instand gehalten wird, sollte symbolisiert werden.

Rückansicht: Hier ist der Verfall deutlicher sichtbar.

Eigentlich sollte das Strohhaus Ende Februar bereits abgebaut werden, doch da es noch ein ganz gutes Bild bietet, wurde der Termin auf Mitte März verschoben.

Tobias Hattendorf

Am Samstag, 11. März, ab 11 Uhr, wird Tobias Hattendorff noch einmal vor Ort sein, um Interessierten Rede und Antwort zu stehen. Auch zwischendurch war Hattendorff immer mal wieder an seinem Bauwerk und stets kamen Passanten zum Gespräch.

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