Folgen durch Sturmtief Friederike

Neuer Strom-Riese aus Stahl soll in Hann. Münden Stürmen trotzen

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Neuer Strommast bei Bonaforth 

Bonaforth. Es ist ein Riese aus Stahl, der da im Wald bei Hann. Münden entstanden ist. Er ist der Ersatz für einen Strommasten, der durch Orkantief Friederike zerstört wurde. 

Der neue Strommast in Bonaforth steht seit Montag. Der etwa 13 Tonnen schwere Riese aus Stahl wurde in vier Elementen auf eine Höhe von 37 Metern errichtet. Für das Fundament wurden 40 Kubikmeter Beton ins Erdreich gegossen. Ein Kran hat die Mast-Teile angehoben, Arbeiter montierten sie fest.

„Dieser Mast ist für die Stromversorgung Hann. Mündens unverzichtbar“, sagt Projektleiter Ulrich Herrmann von Avacon. Das Sturmtief Friederike hatte am 18. Januar in der Region getobt und den Strommasten im Wald bei Bonaforth umknicken lassen. Das führte zu einem stundenlangen Stromausfall, einige Betriebe in der Dreiflüssestadt waren tagelang von den Folgen des Blackouts betroffen. Avacon, Betreiber des Hochspannungsnetzes, hatte nach dem Totalausfall zwei provisorische Masten im Wald installiert. Durch das Stromnetz fließen 110000 Volt. Bis Ende der Woche soll ein Teil der neuen Leitung stehen, der zweite Teil kommt nächste Woche, dann werden auch die alten Masten abgebaut.

Der Übergang von der derzeitigen auf die neue Stromleitung soll nach Angaben von Ulrich Herrmann problemlos verlaufen. „Die Stromkunden werden davon nichts mitbekommen.“ Die Gesamtkosten liegen nach Angaben Herrmanns bei ungefähr 550 000 Euro.

Ursprünglich war der Neubau der Leitung – der jetzige Mast steht an der Stelle des umgeknickten – ein halbes Jahr früher geplant. Durch den laut Avacon sicheren Provisoriumsbetrieb konnte aber der normale Planungs- und Ausschreibungsprozess eingehalten werden.

Die derzeit generell starke Nachfrage in der Bauwirtschaft mache es zudem nicht leicht, Firmen schnell zu verpflichten, sagt Herrmann.

Neuer Windmessmast in Bonaforth

Strommast Bonaforth, AvaconFoto: Ulrich Herrmann/nh
 © HNA/Herrmann/HNA
Strommast Bonaforth, AvaconFoto: Ulrich Herrmann/nh
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Strommast Bonaforth, AvaconFoto: Ulrich Herrmann/nh
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Strommast Bonaforth, AvaconFoto: Ulrich Herrmann/nh
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Neuer Strommast in Bonaforth / Foto: Welch
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Netzbetreiber in vier Bundesländern

Avacon ist regionaler sowie überregionaler Netzbetreiber in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens. Das Avacon-Stromnetzgebiet umfasst über 55 000 Quadratkilometer und erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen. Über Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen von rund 65 000 Kilometern Länge sowie ein mehr als 20 000 Kilometer langes Erdgasnetz werden nach Unternehmensangaben rund 16 Millionen Menschen mit Energie versorgt. Dem Sturmtief Friederike im Januar sind im Bereich des Forstamtes Münden (Landesforsten) etwa 90 000 Festmeter Holz zum Opfer gefallen. Etwa die gleiche Menge Sturmholz, vor allem Fichte, aber auch Buchenbestände, fiel durch Friederike im Mündener Stadtwald an. Der Stadtwald erstreckt sich über 2700 Hektar.

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