Surfen mitten in der Stadt? 

Ideen für Stadtentwicklung in Münden: Welle, Strand und mehr an die Schlagd

Hann. Münden. Ein Strand an der Schlagdspitze, eine „stehende Welle“ und der historische Packhof mit Dauergastronomie und Veranstaltungen: Das sind beeindruckende Ideen, die in der Jahreshauptversammlung der Mündener  vorgestellt wurden. 

Jürgen Beute, der beim Denkmal-Kunst-Kunst-Denkmal-Festival mit seinem Team für die Veranstaltungen im historischen Packhof gesorgt hatte, hat das alte Gemäuer für Events und Gastronomie entdeckt. Er möchte den Packhof auch künftig mit Leben füllen und steht mit der Stadt in Kontakt, um abzustimmen, was geht – Heizung, Brandschutz, Denkmalschutz, es gibt viel zu beachten. Denkmalpfleger Burkhard Klapp: „Wir werden versuchen, aus dem Packhof das Beste für die Menschen in der Stadt zu machen.“

Unterdessen hat Unternehmer Fritz Fehrensen bereits, auf eigene Rechnung, eine Reihe Vorarbeiten für eine „stehende Welle“ hinter dem Nadelwehr geleistet: Nach dem Vorbild der Welle im Eisbach in München, die jedes Jahr tausende Surfer anzieht, könnte auch eine kurz vor der kleinen Weser entstehen. Eine Vorstudie habe er bereits machen lassen, mit Stadt, Kraftwerksbetreiber sowie Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt gesprochen. 

Surfen mitten in der Stadt

Die Ingenieure vom Riverwave Project bauen Wellen. Sie hatte Fritz Fehrensen bereits nach Hann. Münden geholt, damit sie sich die Flüsse an den Schlagden anschauen konnten. Die Experten hätten den Bereich hinter dem (flussabwärts) Nadelwehr als optimale Stelle bewertet, berichtet Fehrensen. Im Eisbach in München war eine stehende Welle zufällig entstanden, eigentlich durch einen baulichen Fehler. Die Ingenieure bauen diesen „Fehler“ quasi nach, sodass eine Welle entsteht, auf der man surfen kann, ohne dass man sich dabei von der Stelle bewegt – das Wasser strömt unter dem Brett hindurch. So könnte man mitten in der Stadt surfen, was eine riesige Touristenattraktion wäre, die viele junge Leute in die Stadt brächte, so Fehrensen.

Zusammen mit einer neuen Nutzung des historischen Packhofes würden sich vielfältige Möglichkeiten ergeben, angefangen von Umkleiden für Surfer bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten zum kleinen Preis und Surfbrett-Verleih, schwärmt Fehrensen. Jetzt hat er eine technische Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die im März fertig sein soll. Auch diese finanziert er selbst. Für den möglichen Bau einer Welle müsste man später Fördermittel und Sponsoren finden. 

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.