Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt

Supermarkt- Raubmord: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Hannover/Dransfeld. Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben am Donnerstag einen 42-jährigen polnischen Staatsbürger in Dresden festgenommen. Die Spur führt auch nach Dransfeld.

Der Mann steht im Verdacht, im Dezember 2014 einen 21-jährigen Kunden in einem Supermarkt an der Weizenfeldstraße im hannoverschen Stadtteil Stöcken erschossen zu haben. 53 Überfälle werden mit demselben Täter in Zusammenhang gebracht, darunter der auf den Lidl-Markt in Dransfeld im März diesen Jahres.

Im Dransfelder Markt hatte ein Mann eine Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht. Die Frau erlitt einen Schock.

17 Überfälle habe man bereits zuordnen könne, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeidirektion Hannover, und zwar aufgrund der Übereinstimmung von Tatortspuren - ballistische Gutachten sowie DNA-Spuren. Darüber hinaus prüfen die Ermittler Zusammenhänge zu 26 weiteren Taten im Bundesgebiet.

Umfangreiche Ermittlungen der Ermittlungsgruppe „Discounter“ des Zentralen Kriminaldienstes Hannover in enger Zusammenarbeit mit Beamten in den betroffenen Bundesländern (Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Bayern) führten auf die Spur des 42-Jährigen.

Spezialeinsatzkräfte hätten den Tatverdächtigen am Donnerstag am frühen Morgen am Rastplatz „Dresdner Tor Nord“ in einem Pkw festgenommen. Im Fahrzeug fanden die Durchsuchungskräfte eine scharfe Schusswaffe und dazugehörige Munition und stellten sie sicher. Der Waffentyp entspreche der bei den Überfällen verwendeten Schusswaffe, heißt es in der Mitteilung weiter.

Zudem habe ein Abgleich der Fingerabdrücke des 42-Jährigen eine Übereinstimmung mit den an drei Tatorten gesicherten Fingerspuren ergeben. Darüber hinaus stimme die DNA des Tatverdächtigen mit an zwölf Tatorten gesicherten Spuren überein.

Der 42-Jährige wurde am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover einem Haftrichter vorgeführt und ging anschließend in Untersuchungshaft.

Rubriklistenbild: © dpa

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