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Suppe für den guten Zweck: In Hann. Münden wurde wieder für das Hospiz gelöffelt

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Von: Petra Siebert

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Timo und Leevke Aschmann sowie Oliver Bonia aus Niedernjesa ließen sich die Suppe schmecken.
Timo und Leevke Aschmann sowie Oliver Bonia aus Niedernjesa ließen sich die Suppe schmecken. © Petra Siebert

In Hann. Münden hieß es wieder „Löffeln fürs Hospiz“. Auf dem Kirchplatz wurde Erbsensuppe ausgegeben. Der Erlös geht an ein Herzensprojekt des Hospizes.

Hann. Münden – „Löffeln fürs Hospiz“ hieß es am Samstagvormittag (17. Dezember) auf dem Kirchplatz. Es gab Erbsensuppe, vegetarisch oder mit Bockwurst, aus der Gulaschkanone. Der Erlös von über 2000 Euro geht vollständig an das Hospiz Hann. Münden.

Die Ideengeber Sebastian Pieske (FachWerk in Scheden), Jörg Wieland (Gemeinnütziger Bauverein) und Jutta Nickel (Spenden-Beauftragte beim Mündener Hospiz) hatten diese Aktion bereits zwei Mal vor Weihnachten geplant und vorbereitet, sagten aber wegen des Lockdowns und den steigenden Corona-Fallzahlen zwei Mal ab.

300 Liter Erbsensuppe für „Löffeln fürs Hospiz“ in Hann. Münden

Die Feldküche hatte Sebastian Pieske, der auch in Scheden Essen aus der Feldküche anbietet, zur Verfügung gestellt, er hatte die Suppe auch zubereitet, insgesamt 300 Liter, das waren 900 Portionen. Zu der Küchencrew um Sebastian Pieske mit Cornelia Peter-Wesemann, Heidrun und Marco Eichentopf hat sich Carsten Lehne von der VR-Bank dazu gesellt. Sie alle haben mehrere Stunden ehrenamtlich Suppe ausgegeben.

Der Andrang und die Spendenbereitschaft waren groß. Es waren Passanten, die zufällig vorbei kamen und sich mit der Suppe aufwärmten und gleichzeitig mit einem Obolus unterstützten. Wer keinen Appetit hatte, spendete nur so und eine ganze Reihe von Menschen war eigens gekommen, um für das Hospiz zu löffeln.

Matthias Eilers, Gerd Huhjahn, Marlies Dornieden, Tobias Dannenberg und Marcel Riethig waren gekommen, um die Aktion zu unterstützen.
Matthias Eilers, Gerd Huhjahn, Marlies Dornieden, Tobias Dannenberg und Marcel Riethig waren gekommen, um die Aktion zu unterstützen. © Petra Siebert

Das waren unter anderem Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg und der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn. Aus Göttingen waren Landrat Marcel Riethig und Dezernatsleiterin des Landkreises Göttingen Marlies Dornieden, aus Dransfeld Samtgemeindebürgermeister Matthias Eilers gekommen. Die Mitglieder der Bürgerstiftung Ambulantes und Stationäres Hospiz Hann. Münden, Vertreter des Rates, vieler Vereine und Institutionen sind der Einladung zum Suppe löffeln gefolgt. Die VR-Bank und die Sparkasse haben die Aktion mit Spenden unterstützt.

Lob an die Arbeit des Mündener Hospizes beim Erbsensuppe löffeln

Es fand ein netter Austausch untereinander statt, immer wieder kam das Gespräch auf das Hospiz und viele Besucher beteuerten, dass sie froh seien, dass es diese Einrichtung in Münden gebe. Auch mit Lob sparte man nicht, die liebevolle Betreuung und das Einfühlungsvermögen des Hospiz-Teams, wurden hervorgehoben.

So von Kristina und Hauke Schuler. „Wir unterstützen das Hospiz gerne mit Spenden, weil es einfach eine tolle Sache ist und wir wissen, dass die Einrichtung auf Spenden angewiesen ist“, sagte Hauke Schuler. „Die solide und liebevolle Betreuung ist bemerkenswert“, ergänzt Kristina Schuler. „Jeder von uns kann mal in die Situation kommen, auf das Hospiz angewiesen zu sein, und dann ist man froh, zu wissen, dass die Gäste dort gut aufgehoben sind“.

Spenden des „Löffelns“ für Anbau des Hospizes geplant

Es war die letzte Benefizveranstaltung zugunsten des Hospizes in diesem Jahr, im nächsten Jahr geht es weiter. Fest steht, dass es wieder ein Suppenlöffeln am Samstag vor dem vierten Advent geben wird.

„Ich freue mich und bin sehr dankbar, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt sind, und so viele Spenden eingegangen sind“, sagt Jutta Nickel. So komme man dem Anbau immer ein Stück näher. Der Bauantrag ist fertig und werde demnächst eingereicht, dann gehe es weiter. Wegen allgemein gestiegener Kosten wird der Anbau teurer als geplant.

„Doch auf dreiviertel des Weges bleiben wir nicht stehen, wir machen weiter, bis die Bausumme zusammen gekommen ist“, so Nickel, mit dem Ziel vor Augen. Der Anbau sei wichtig, damit sich nicht nur die Gäste des Hospizes an einen ruhigen Ort zum Aufhalten haben, sondern auch, dass sie sich mit ihren Angehörigen oder nur die Angehörigen auch mal zurückziehen können.

Besonders freut sich Nickel, dass über die Grenzen von Münden hinaus Besucher gekommen sind. So sei auch der Gedanke des Hospizes, egal woher jemand kommt, er wird dort, wenn es die Kapazitäten zulassen, aufgenommen. (Petra Siebert)

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