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Surferwelle an der Werra in Hann. Münden rückt näher

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Von: Thomas Schlenz

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Bei der Produktion des Videos zur Werrawelle: Initiator Fritz Fehrensen (hinten links), Prof. Dr. Robert Meier-Staude (Mitte), Dominik Hochhäusler (vorne) zeigen, wie es bald an der Werra aussehen könnte.
Bei der Produktion des Videos zur Werrawelle: Initiator Fritz Fehrensen (hinten links), Prof. Dr. Robert Meier-Staude (Mitte), Dominik Hochhäusler (vorne) zeigen, wie es bald an der Werra aussehen könnte. © Kira Müller

Das Projekt einer stehenden Welle an der Werra in Hann. Münden nimmt weiter Formen an. Die im August 2021 bewilligte und mit europäischen LEADER-Geldern finanzierte Machbarkeitsstudie ist mittlerweile abgeschlossen.

Diese Machbarkeitsstudie sei sehr wichtig gewesen, um zu prüfen, ob eine stehende Welle an der angedachten Stelle hinter dem historischen Nadelwehr in Hann. Münden tatsächlich möglich ist, berichtet Initiator Fritz Fehrensen im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mittlerweile seien die Pläne so weit vorangeschritten, dass sie bei der zuständigen Behörde, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingereicht worden seien. „Wir warten nun auf die Genehmigung“, so Fehrensen. Er hoffe, dass die Behörde eine Genehmigung nach dem vereinfachten Verfahren ermögliche. Sollte ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren erforderlich sein, würde dies voraussichtlich deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Genaueres erfahre er erst in den nächsten Monaten, so Fehrensen. Er sei optimistisch, dass es weiter vorangehe. „Der Tenor ist: Wir sind auf einem guten Weg.“ Nach erfolgter Genehmigung soll dann in einem nächsten Schritt die Suche nach Spendern starten. Die Kosten der Welle werden aktuell auf etwa 350 000 Euro geschätzt. Die Finanzierung soll unter anderem auch durch Crowdfunding erfolgen.

„Wir haben dafür bereits ein tolles Video gemacht“, erklärt Fehrensen. Mit diesem „Making-Of-Video“ solle das Projekt, auch bei potenziellen Geldgebern, beworben werden. Dass die Welle tatsächlich funktioniere, zeige auch ein Modell, dass die Entwickler an der Hochschule München in einem Versuchskanal erprobt hätten. Mit diesem Modell im Maßstab 1:14 seien in einem Versuchskanal alle Eventualitäten, wie beispielsweise eine mögliche Hochwassersituation, überprüft worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass alles funktioniere, wie geplant. „Es gilt nun, zunächst abzuwarten, was die Behörde sagt, aber ich bin optimistisch“, sagt Fehrensen.

Die Idee, unterhalb des historischen Nadelwehrs an der Wanfrieder Schlagd eine stehende Welle für Surfer zu errichten, verfolgen die Initiatoren bereits seit einigen Jahren. Schrittweise gab es Gespräche mit den Behörden, die laut Fritz Fehrensen sehr konstruktiv verlaufen sind und nun die Einreichung der Pläne zur Genehmigung ermöglichten.  

Vorbild für Werrawelle ist die Eisbachwelle im Englischen Garten in München. Ähnliche Projekte gibt es bereits in anderen Städten, wie Nürnberg oder Hannover, wo sich nach acht Jahren Planung die Leinewelle im Bau befindet. Die dortige Surferwelle entsteht an der Leine und soll rund 1,4 Millionen Euro kosten.

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