"Vieles auf die Beine gestellt"

Lob und Tadel für Entwicklung der Mündener Innenstadt

Bewegung in der Innenstadt: Das Foto zeigt Teilnehmerinnen der Zumba-Party beim Sporttag 2014, den die Mündener Gilde organisiert hatte. Foto: Siebert

Hann. Münden. Dr. Martin Rudolph von der Industrie- und Handelskammer Hannover sprach bei der Mündener Gilde über die Situation des Handels in der Dreiflüssestadt.

Zuwachs, wenn auch nur geringen mit sechs neuen Mitgliedern, hat die Mündener Gilde bekommen. Dem gegenüber stehen drei Austritte wegen Geschäftsaufgabe, so dass zurzeit 103 Mitglieder dazu gehören. Diese Zahlen wurden jetzt während der Jahreshauptversammlung der Gilde im Biohotel Werratal, genannt.

Als Vorsitzender begrüßte Michael Kühlewindt die Gäste. Der Schwerpunkt der Versammlung lag auf einem Vortrag von Dr. Martin Rudolph, Leiter der Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover, und einer anschließenden Diskussion mit Bürgermeister Harald Wegener, der dabei auch Planungen neuer Projekte und Vorhaben einfließen ließ.

Mittelzentren-Studie 

Dr. Martin Rudolph zitierte in seinem Vortrag aus einer Mittelzentren-Studie, die für die Gilde bereits im Jahr 2006 erstellt wurde. Er stellte fest, dass die Themen heute noch genauso aktuell sind wie damals. „Ich bin überrascht von dem, was die Gilde an Aktionen auf die Beine stellt“, lobte er vorweg, in vergleichbaren Städten sei das nicht so.

Vielfalt an Geschäften 

Positiv sieht er in Münden das hohe Potenzial an Tagestouristen, hohe Einwohnerzahlen in der Kernstadt und die Vielfalt an kleinen Geschäften. Als negativ wertete er, dass der demographische Wandel seit 25 Jahren absehbar war, getan habe sich nichts, und „plötzlich“ ist er da. Ein kleiner Vorwurf war seinen Worten zu entnehmen als er sagte, dass in den sechs Jahren wenig passiert sei, auch mit dem Magnetbetrieb habe es nicht geklappt. Die Ansiedlung eines Magnetbetriebes würde einen Aufbruch für die Stadt bedeuten. Auch er sehe den Wall als schützenswert an, aber es gebe viele intelligente Möglichkeiten, um diesen trotzdem zu erhalten.

Michael Kühlewindt

Auch mehr zusammenhängende Verkaufsflächen zu schaffen sei erstrebenswert, da müssten unbedingt Gespräche mit den Hauseigentümern wegen Zusammenlegung von Verkaufsflächen stattfinden. Eine Hoffnung liegt im eventuellen Erwerb der Haas-Häuser, um dann vielleicht eine Möglichkeit für eine mit Glas überdachten Passage zu schaffen. Um die Leerstände zu kaschieren nannte er eine Einbecker Aktion, „Sch(l)aufenster statt Graufenster“. Vereinen und Gruppen wird die Schaufenstergestaltung von Leerständen übertragen, wie es ja hier in Münden bei einigen Geschäften schon praktiziert wird. Mehr Parkplätze für die Innenstadt und ein Einzelhandelskonzept für Münden empfahl er.

So könne man einen Zielpunkt für die Stadt anzustreben und auch eventuellen Investoren Verlässlichkeit demonstrieren. (zpy)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.