Montags und Donnerstags

Tafel Hann. Münden: Corona-Krise ändert Altersstruktur

Das Geschwister-Scholl-Haus in Hann. Mündens Altstadt.
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Das Geschwister-Scholl-Haus in Hann. Mündens Altstadt. In diesem findet zweimal in der Woche die Lebensmittelausgabe der Mündener Tafel statt. Diese wird von etwa 100 Menschen genutzt.

In Hann. Münden startete die Tafel wieder ihre Lebensmittelausgabe. Vermehrt jüngere Menschen sind auf die Hilfe angewiesen. Ehrenamtliche werden gesucht.

Hann. Münden – Die Tafel in Hann. Münden ist nach drei Wochen Abwesenheit wieder für die Bedürftigen da. Wegen der lokalen 7-Tage-Inzidenz in Hann. Münden, die teilweise über 300 angestiegen war, hatte man sich gezwungen gesehen, die Essensausgabe im Geschwister-Scholl-Haus ausfallen zu lassen. Das berichtet der Vorsitzende der Tafel, Peter Martin.

Pause von drei Wochen wegen hoher lokaler Inzidenz

„Viele unserer Ehrenamtlichen gehören zur Risikogruppe, daher konnte ich das bei diesen Zahlen nicht verantworten“, sagt Martin. Mit der niedrigeren Inzidenz im Landkreis Göttingen wäre eine Essensausgabe generell möglich gewesen.

Durch die andauernde Corona-Krise hätte sich die Struktur der Hilfebedürftigen geändert, heißt es von der Mündener Tafel. Waren es vorher vermehrt Rentner, die die Lebensmittelpakte in Anspruch nahmen, sind es nun auch „mittelalte Menschen“ die arbeitslos oder in Kurzarbeit sind. Mehr „Kunden“ seien es nicht geworden, berichtet Peter Martin. Dies könnte allerdings darin liegen, dass viele Ältere aus Angst vor einer Infektion das Angebot nicht in Anspruch nehmen, mutmaßt er.

Lebensmittel kommen in und um Hann. Münden etwa 300 Menschen zugute

Das ganze Ausmaß zeigt sich wahrscheinlich erst, wenn die Corona-Krise weitestgehend eingedämmt ist. Etwa 80 bis 100 Menschen nehmen die Lebensmittelabgabe in Hann. Münden, die montags und donnerstags stattfindet, wahr. „Da hängen aber auch Familien dran, daher kommen die Lebensmittel etwa 300 Menschen zugute“, sagt Martin. Diese Kunden stammen zum Großteil aus Hann. Münden, aber auch aus Dransfeld und der Gemeinde Staufenberg. Lebensmittel erhält die Tafel von Lebensmittelmärkten und Bäckereien aus der Dreiflüssestadt und aus dem restlichen Altkreis und der Gemeinde Reinhardshagen.

Etwa 50 Ehrenamtliche kümmern sich um die Abgabe, die coronakonform kontaktreduziert stattfindet. Zu den zwei „Ausgabeteams“ kommen noch drei Fahrerteams hinzu, die die Waren in den Märkten abholen. „Natürlich suchen wir weitere Helfer“, sagt Martin. Sein Dank gilt den Märkten und den Spendern, die die Arbeit der Mündener Tafel möglich machen. (Jens Döll)

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