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Tafel Hann.Münden muss Abgabe von Lebensmitteln einschränken

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Von: Jens Döll

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Haltbare Lebensmittel: Ab und zu bittet die Tafel Münden, "eins mehr" zu kaufen und zu spenden, um das Angebot ergänzen zu können.
Die Tafel in Hann. Münden muss ihre Abgabe einschränken. (Symbolbild) © Bettina Sangerhausen

Die Tafel in Hann. Münden muss die Abgabe einschränken. Bedürftige können nun nur noch einmal in der Woche Lebensmittel holen. Gründe dafür gibt es viele.

Hann. Münden – Der Ansturm in der vergangenen Zeit war zu groß, die Mündener Tafel muss nun Konsequenzen ziehen. Sie informiert, dass aufgrund der immer weiter wachsenden Kundenzahlen, Inhaber einer Kundenkarte der Tafel, bis auf Weiteres nur noch einmal in der Woche Lebensmittel im Geschwister-Scholl-Haus abholen können.

Hann. Münden: Tafel plante bereits für den Notfall

Dass dies im Notfall so kommen werde, kündigte Barbara Jankowski von der Tafel unserer Zeitung bereits vor einiger Zeit an. Um die Lebensmittelabgabe zu kontrollieren, wird das „Karten-System“ der Mündener Tafel genutzt. Wer eine blaue Zehnerkarte hat, kann am Montag um 11 Uhr zur Ausgabestelle kommen, Besitzer einer gelben Zehnerkarte sind immer donnerstags um 11 Uhr an der Reihe. Vorher dienten die Karten dazu, bei den Ausgaben am Montag und Donnerstag zwei Gruppen zu haben, um so die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können.

Spendenaktion im Vorräte zu schaffen

Um die Vorräte aufzufüllen und einen Notfallbestand zu schaffen, fand kürzlich eine Spendenaktion am Geschwister-Scholl-Haus statt. Es wurden haltbare Lebensmittel wie Konserven, Kaffee, Zucker und Mehl gesammelt. Die steigenden Lebensmittel-, Energie- und allgemein Lebenshaltungskosten führen dazu, dass mehr Menschen auf den Service der Tafel angewiesen sind, berichtete Jankowski im Gespräch mit unserer Zeitung. Etwa ein Drittel ihres Einkommens geben Menschen für Lebensmittel aus, steigen die Preise, führe das bei Leuten mit geringem Einkommen schnell zu Not. „Ich denke, es ist nur die Spitze des Eisbergs“, so Jankowski auf die Frage, wie sie die Entwicklung einschätzt.

Zudem kommen noch Familien hinzu, die vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine geflüchtet sind. Anträge für eine Kundenkarte können montags und donnerstags ab 10.30 Uhr bei der Ausgabestelle gestellt werden. Dort gibt es eine Zehnerkarte für fünf Euro, mit der dann zehnmal Lebensmittel abgeholt werden können. Mitzubringen sind Personalausweis und Einkommensnachweis. Ukrainer werden gebeten, ihre Meldebescheinigung mitzubringen. (Jens Döll)

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