Kunst mit Alltag verbinden

Theater, Musik und Lichtkunst auf dem Doktorwerder

Lichtkunstwerke auf dem Doktorwerder in Hann. Münden gibt es am Wochenende bei der Abschluss-Veranstaltung „l’art pour l’art – Kunst für die Kunst“ der Sommer-Kultour zu entdecken.
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Lichtkunstwerke auf dem Doktorwerder in Hann. Münden gibt es am Wochenende bei der Abschluss-Veranstaltung „l’art pour l’art – Kunst für die Kunst“ der Sommer-Kultour zu entdecken.

Bei der Abschlussveranstaltung „l’art pour l’art – Kunst für die Kunst“ der Sommer-Kultour gibt es auf dem Doktorwerder in Hann. Münden besondere Lichtobjekte und verschiedene Künstler zu sehen.

Hann. Münden – Ab heute wird es auf dem Doktorwerder das ganze Wochenende kunstvolle Szenen und besonderes Licht zu entdecken geben. Denn dort findet die Veranstaltung „l’art pour l’art – Kunst für die Kunst“ als Abschluss der vierwöchigen Sommer-Kultour des Landkreises Göttingen statt.

Die Kulisse der Kunst-Aktion bilden die Lichtinstallationen der Bremer Event-Agentur Latanza, sagt Bernhard Kühne, Initiator der Veranstaltung. Ergänzt werden die Lichtkunstwerke von zwanzig verschiedenen Künstlern, die mit den Objekten in Verbindung treten. Dabei werden Akrobatik, Theater, Musik, Tanz, Literatur und bildende Kunst zu sehen und zu hören sein.

„Die Idee war, die Kunstwerke mit Leben zu füllen“, sagt Kühne. Denn die Künstler werden nicht nur vor der Kulisse der beleuchteten Installationen auftreten, sondern wollen auch mit den Besuchern ins Gespräch kommen und über die Kunstwerke sprechen. Wegen Corona sei die Kunst teilweise aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden. „Kunst bereichert den Alltag. Darauf möchten wir mit dieser Veranstaltung aufmerksam machen“, so Kühne. Zudem könnten einige Aktionen auch für Überraschungen sorgen.

Organisierten die Aktion: Lore Puntigam (von links) vom Mündener Kunstnetz, Bernhard Kühne, Initiator des Events und Gundel Latanza, Event-Agentur Latanza.

Ähnlich war auch die Idee von Gundel Latanza, Inhaberin der Eventagentur Latanza, und für das künstlerische Konzept verantwortlich. „Ich wollte dem mittelalterlichen Flair der Stadt etwas Modernes entgegensetzen“, sagt sie. Dass in Hann. Münden drei Flüsse zusammen kommen, sei für sie dabei besonders interessant gewesen. So entstand die Idee zum „Wellentor“. An einem Stahlgerüst wurde Weide befestigt, die wie eine Welle geformt ist und blau angestrahlt wird. Zusätzlich wird noch mit einer Nebelmaschine gearbeitet.

Ihre Lichtobjekte haben oft kein Konzept, sondern entwickeln sich spontan. „Manchmal kommen die Ideen beim Zähneputzen. Manchmal tut die Ideenfindung auch weh“, sagt die Bremerin. Spontan entwickelte sie auch die Installation am Eingang des Doktorwerders (Bild oben). Die Skulptur (im Bild links), die schon vor der Ausstellung dort stand, sollte laut Latanza in neues Licht gerückt werden. So entstand der Holzzaun mit bunten Blumen. Das blaue Licht strahlt die Skulptur sowie das Holzobjekt und die Bäume an und kombiniert das Kunstwerk mit der Umgebung, erklärt sie. „Ich wollte etwas, was schon da ist, neu in Szene setzen. Mit Licht gelingt das.“ Bei der Veranstaltung gehe es vor allem darum, neue Eindrücke und Stimmungen zu erzeugen, sagen Kühne und Mitorganisatorin Lore Puntigam, Erste Vorsitzende vom Hann. Mündener Kunstnetz. (Natascha Terjung)

Die Veranstaltung findet heute, von 18 bis 23 Uhr, statt. Am Samstag, 10. Oktober, von 14 bis 23 Uhr, und Sonntag, 11. Oktober, von 14 bis 22 Uhr. 400 Besucher können gleichzeitig auf das Gelände. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos zum Programm gibts bei der Sommer-Kultour.

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