Reisebüros können Folgen nicht abschätzen

Thomas Cook-Pleite: Urlauber aus dem Altkreis Münden sind verunsichert

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Die Thomas-Cook-Zentrale in Oberursel. 

Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert viele Reisekunden in der Region. Wir sprachen mit den Reisebüros aus dem Altkreis Münden. 

„Unser Telefon klingelt in Dauerschleife“, sagt beispielsweise Dennis Tränkler vom Schmetterling Reisebüro in Hann. Münden.

Welche Folgen die Pleite des britischen Mutterkonzerns für die deutschen Töchter wie beispielsweise Neckermann habe, sei noch nicht klar. „Wir warten, was für Deutschland ausgehandelt wird“, so Tränkler. Bekannt sei lediglich, dass Reisen, die für den 23. und 24. September gebucht worden seien, nicht angetreten werden könnten.

Nicht stattfindende Flüge quittieren lassen

Reisende sollten sich beispielsweise am Flughafen quittieren lassen, wenn der Flug nicht stattfinde, um später eventuell Geld zurückzubekommen.

Birgit Schäfer von Sallweys Reisebüro, das auch eine Filiale in Dransfeld unterhält, geht von einer Größenordnung von 100 Kunden aus, die betroffen sein könnten. „Die Leute rufen uns aus dem Urlaub an, wollen wissen, wie es weiter geht.“

Was die Insolvenz des britischen Mutterkonzerns bedeute, sei aber noch nicht klar: „Wir warten ab, sobald wir etwas Genaues wissen, rufen wir die Kunden, deren Handynummern wir haben, an“, betont Birgit Schäfer. Bei Pauschalreisen gebe es zudem einen sogenannten Sicherungsschein.

Buchungsstopp für neue Reisen bei deutschen Cook-Töchtern

Dieser diene als Beleg dafür, dass Veranstalter die Kundengelder versichern müssten. Ob tatsächlich genug Geld da sei, um alle Ansprüche zu bedienen, sei aber unklar.

Auch im Reisebüro von Matthias Dalfuß in Hann. Münden haben sich mehrere Kunden nach ihren Buchungen erkundigt. Nach jetzigem Stand seien die deutschen Töchter, bei denen seine Kunden gebucht hätten, nicht von der Pleite des britischen Mutterkonzerns betroffen, so Dalfuß. Er gehe davon aus, dass diese Reisen auch stattfinden.

Für neue Reisen bei den deutschen Töchtern wie Neckermann gebe es aber einen Buchungsstopp. Ob es noch zu Auswirkungen für die deutschen Unternehmen kommen könne, sei zur Zeit noch unklar.

Die Thomas Cook-Pleite trifft auch Menschen aus der Region. Eine Schwälmerin hängt beispielsweise auf Mallorca fest. Die Schwalmstädter Reisebüros versuchen ihren Kunden weiterzuhelfen. 

Auch eine Familie aus Kassel ist von der Thomas Cook-Pleite betroffen. 

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