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Tierschutzverein unterstützt Kastration der Vierbeiner in Münden

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Von: Jens Döll

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Katzendame Kayleigh: Auch reine Hauskatzen sollten kastriert werden, rät der Tierschutzverein Hann. Münden.
Katzendame Kayleigh: Auch reine Hauskatzen sollten kastriert werden, rät der Tierschutzverein Hann. Münden. © Fabian Heidlberger/nh

Katzen sind für viele Menschen die besten Freunde. Damit es den Vierbeinern gut geht, bietet der Tierschutzverein Hann. Münden ein Projekt an, dass Katzenhalter mit geringem Einkommen unterstützt.

Hann. Münden – Für 15 Euro Eigenanteil können Halter ihre Katzen bei einem von drei Mündener Tierarztpraxen kastrieren lassen. „Damit unterstützen wir Menschen, die Hartz IV bekommen, von einer kleinen Rente leben oder anderweitig in finanziellen Schwierigkeiten stecken“, sagt Nicole Herthum, Vorsitzende des Tierschutzvereins Hann. Münden. Dafür muss ein Antrag ausgefüllt werden, und die Bedürftigkeit nachgewiesen werden.

Problem in Hann. Münden nicht so groß

„In Hann. Münden haben wir nicht die Probleme, die andere Kommunen haben“, sagt Nicole Herthum. Damit meint sie eine große Population von streunenden Katzen. „Eine Katze kann bis zu drei Würfe im Jahre bekommen, das können bis zu zwölf Junge sein“, fügt die Vorsitzende an. Das könne schnell zu Problem führen und zu vielen Tieren, die eventuell krank werden und leiden.

Auch den Haltern von reinen Hauskatzen empfiehlt sie eine Kastration. Katzen könnten „dauerrollig“ werden und Kater könnten anfangen, mit ihrem Urin die Wohnung zu markieren. Zudem könne es zu Problem kommen, wenn die Katze doch einmal aus den vier Wänden entwischt. Zudem rät sie allen Haltern, den flauschigen Vierbeiner chippen und bei der Organisation Tasso registrieren zu lassen. So könne er bei Auffinden schnell an den Besitzer zurückvermittelt werden.

Verein setzt sich auch für Kastration verwilderter Katzen ein

Der Verein bietet das Programm seit 2013 durchgehend an. Pro Jahr würden zwischen zehn und 20 Katzenhalter das Angebot in Anspruch nehmen. Dafür arbeite man mit der Kleintierpraxis Kerstin Bensch, der Tierarztpraxis am Feuerteich Dr. Sören Düvel und der Gemeinschaftspraxis Dr. Benninger und Lucht zusammen. Anträge gibt es bei den Praxen und im Internet, auf der Seite des Tierschutzvereins. Zudem setzt sich der Verein auch für die Kastration von verwilderten Katzen ein. Dafür sei man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, berichtet Nicole Herthum. Streunende Katzen erkenne man oft daran, dass sie ungepflegt aussehen und kein „normales Verhalten“ haben. Natürlich müsse jeder Fall vor Ort begutachtet werden. Die Tiere werden dann mit einer Lebendfalle gefangen, untersucht, kastriert und wenn sie wirklich nicht mehr vermittelbar sind, weil sie zu verwildert sind, freigelassen.

Auch im Fall von Fundtieren rät die Vorsitzende, sich an das Ordnungsamt der Stadt Münden oder den Tierschutzverein zu wenden. „Zugelaufene Katzen nicht einfach behalten“, sagt sie, das könne mitunter sogar strafbar sein. Der Finder befindet sich rein rechtlich in der Anzeigepflicht und muss den Fund somit melden. (Jens Döll)

Infos: tierschutzverein-hmue.de und tasso.net

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