Die Tillyschanze in Hann. Münden feiert Geburtstag

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Blick von der Altstadt auf die Tillyschanze: Der Turm ist das Wahrzeichen Hann. Mündens.

Hann. Münden. Am Samstag, 21. Mai, wird rund um die Tillyschanze gefeiert: Vor 135 Jahren war Baubeginn.

Damals machte sich eine Gruppe Mündener daran, den Aussichtsturm Tillyschanze im Reinhardswald über Münden zu errichten - der dann 1885 fertig wurde.

Zugleich wurde der Zick-Zack-Weg erstmals eröffnet, berichtet Heinz-Peter Schwarze, Schriftführer der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze.

Die Fördergemeinschaft hatte den Zick-Zack-Weg, der mit den Jahren zugewachsen und im Dornröschenschlaf versunken war, nach und nach wieder hergerichtet und im vergangenen Jahr wiedereröffnet. Und auch die Schankerlaubnis oben im Wald wird 135 Jahre alt: Sie wurde im Mai 1881 erteilt.

135 Jahre Tillyschanze: So hat der Hobbymaler Bernhard Ruschinski aus Dransfeld das Jubiläum in Szene gesetzt. Foto:nh

Das sind drei Gründe für die Schutz- und Fördergemeinschaft und die Wirtsleute Marlis Scheffel und Reinhold Heck, für kommenden Samstag zum Fest einzuladen, das um 12 Uhr beginnt. Es wird neben einem ganztägigen Grillfest, ab 12 Uhr, auch ein Kuchenbuffet ab 14 Uhr angeboten. Ab 13 und 15 Uhr wird Dr. Manfred Albrecht die umfangreichen und kostenintensiven Renovierungsarbeiten in lockerer Form erläutern, die die Schutzgemeinschaft seit dem Jahr 2011 leistete.

In launiger Art und Weise werde der Bursche Heinrich, alias Thorsten Schmook, die Zuhörer ab 14 und 16 Uhr in das 19. Jahrhundert führen. Er wird die Geschichte der Entstehung des Turmes schildern, der laut einem Buch von Reinhold Heck „Den Namen des Henkers“ trägt. Musikalisch wird die Feier durch den Shanty-Chor Tampenjungs aus Gimte und am Abend mit der Band „Challenge“gestaltet.

Die Schankerlaubnis vom Mai 1881 wurde vom damaligen Mündener Bürgermeister Dr. Wilhelm Funk erteilt, nachdem die Mündener Brauerei Gebrüder Müller das Grundstück (3530 Quadratmeter) vom Land Hessen gepachtet hatte.

Sie wird im Stadtarchiv aufbewahrt und ihr Text lautet: „An den wohllöblichen Magistrat der Stadt Münden mit dem ergebenen Bemerken zurück, dass der jetzt schon lebhafte Besuch der Anlagen auf dem Rabanenkopf während der Bauzeit voraussichtlich zunehmen wird und da aus den Kreisen der Bürgerschaft auch bei uns derselbe Wunsch laut geworden ist, so halten wir die Genehmigung den Ausschanks-Gesuch im Interesse des Publikums für wünschens- und empfehlenswert. Adolph Natermann, Doerr, Georg Fisher.“ 

Lexikonwissen: Die Tillyschanze im HNA-Regiowiki.

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