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Titel für die Bratwurst: Metzger aus Hann. Münden ist wieder Europameister

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Von: Petra Siebert

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Stolz präsentiert Fleischermeister Ulli Schumann seinen Europameisterpokal den er für seine grobe Bratwurst erhalten hat.
Stolz präsentiert Fleischermeister Ulli Schumann seinen Europameisterpokal, den er für seine grobe Bratwurst erhalten hat. © Petra Siebert

Die Bratwurst von Ulli Schumann aus Hann. Münden wurde wieder ausgezeichnet. Zum wiederholten mal ist er Europameister geworden. Auch zahlreiche andere Titel konnte er erringen.

Hann. Münden – Eigentlich dürfte eine Auszeichnung für den Hann. Mündener Fleischermeister Ulli Schumann Routine sein, denn mit seinen Wurstwaren errang er sechs Weltmeister-, 34 Europameister-, 65 Deutsche Meister- und 64 regionale Meistertitel.

„Doch es ist für mich immer wieder eine große Freude, wenn ich eine Auszeichnung erhalte“

„Doch es ist für mich immer wieder eine große Freude, wenn ich eine Auszeichnung erhalte“, sagt er. „Da weiß ich, dass sich meine Mühe gelohnt hat und dass ich beste Produkte anbiete“. Er betreibt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Dr. Eveline Didion eine Feinkostfleischerei in der Mündener Innenstadt. Kürzlich errang er zum vierten Mal in Folge mit seiner groben Bratwurst den Titel des Europameisters. Wieder einmal hatte seine Wurst die Jury überzeugt.

Dieser Titel wurde ihm von der „Commanderie des Fins Goustiers du Duché d’Alençon“ aus dem französischen Herzogtum Alençon verliehen. Jährlich schreibt die Bruderschaft der Feinschmecker diesen Wettbewerb aus. Zu diesem treten jährlich über 500 Teilnehmer aus ganz Europa gegeneinander an und stellten ihre Bratwürste den Juroren vor.

Für die Bewertung nehmen sich die französischen Feinschmecker viel Zeit. „Ein ausgewogener Geschmack, Optik und Konsistenz der Wurst im kalten und im gegrillten Zustand werden bewertet“, erklärt Ulli Schumann. Zunächst werden die Gold-Medaillen-Gewinner ermittelt, unter denen sich dann der Europameister qualifiziert.

Zum „Ritter der Rotwurst“ geschlagen

Normalerweise fährt Schumann zusammen mit seiner Lebensgefährtin nach Alençon zur feierlichen Preisverleihung. Doch coronabedingt erfolgte die Auszeichnung auf dem Postweg. „Sollte es die aktuelle Situation erlauben, steht im Frühjahr ein Besuch der Commanderie hier in Münden an“, berichtet Ulli Schumann.

Unvergessen bleibt für ihn der Besuch einer Delegation der „Confrérie des Chevaliers du goûte Boudin de Mortagne au Perche“ in Hann. Münden vor fast 20 Jahren, um dort eine feierliche Übergabe des Weltmeisters der Blutwurst zu inszenieren. „Die Gäste erschienen in blau-gelben Roben und zogen große Aufmerksamkeit in der Innenstadt auf sich“, erinnert sich Schumann. Sechs Mal wurde er mit seiner Rotwurst Weltmeister.

Außerdem wurde der Mündener Fleischermeister in die Bruderschaft der „Ritter der Blutwurst“ (Confrérie des Chevaliers du Goûte Boudin), eine Vereinigung von Blutwurstmetzgern, im Welfenschloss zum „Ritter der Rotwurst“ geschlagen und darf seitdem gleichnamigen Titel tragen.

Für Schumann bleibt es nach wie vor ein Ziel, an neuen und qualitativ hochwertigen Kreationen zu arbeiten und weiterhin an den Wettbewerben teilzunehmen. (Petra Siebert)

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