Neustart?

Tourismus in Hann. Münden kämpft mit Wetter und Corona

Dicht an dicht: Reisebusse aus Belgien, Warendorf und Hamburg auf dem Tanzwerder vor einigen Jahren.
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Dicht an dicht: Reisebusse aus Belgien, Warendorf und Hamburg auf dem Tanzwerder vor einigen Jahren. (Archivfoto)

In Hann. Münden erholt sich der Tourismus langsam. Allerdings ist noch nicht sicher, ob von einem „Neustart“ gesprochen werden kann. Corona und das Wetter sind zwei unberechenbare Faktoren.

Hann. Münden – Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Stadt Hann. Münden. Ob dieses Jahr ein „Neustart“ gelingt, ist noch offen. Vergangenes Jahr ließ die Pandemie die Zahlen einbrechen.

Zahlreiche Interessierte seien immer noch durch die Coronaregeln abgeschreckt, berichtet Matthias Biroth, von der Gesellschaft Hann. Münden Marketing (HMM), die sich um die touristische Vermarktung der Stadt kümmert. Die stärkere Regulierung von Reisen, unter anderem durch einen Test bei Anreise und zwei Tests pro Woche, schrecke Leute vom Reisen im Inland ab.

Coronaregeln verunsichern Reisende

Gleichzeitig verunsicherten die unterschiedlichen Coronaregeln in den Bundesländern. Der Beratungsaufwand habe stark zugenommen und einige Personen würden dadurch verschreckt, berichtet er auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem hindere momentan das wechselhafte Wetter vor allem „Outdoor-Reisende“ am Urlaub, das heißt Radler, Wanderer und Wassersportler.

Auch wirkten sich indirekt die Unwetter im Süden und Westen Deutschlands auf die Buchungen aus, positiv wie negativ. Sie hätten dazu geführt, dass Urlauber umgebucht haben und nach Münden gekommen sind, da die Region vom Hochwasser verschont wurde. Weitere Faktoren seien die hohen Inzidenzen Anfang Mai, die viele von einer Buchung abgehalten hätten.

Tourist-Information vor Ort immer noch wichtig

„Deutlich wahrnehmen kann man auch den Trend, dass über die Jahre immer weniger Zimmer in der Tourist-Info gebucht werden. Online-Plattformen haben hier die Nase vorn und nehmen stetig an Bedeutung zu“, so Biroth. Allerdings zeige sich die Bedeutung der Tourist-Information darin, dass viel mehr Menschen Beratung wünschen.

„Was wir generell auch sehr deutlich merken, ist, dass spontanes Reisen zugenommen hat. Viele Gäste erkundigen sich wenige Tage vorher nach Übernachtungsmöglichkeiten, andere sind spontan angereist und versuchen vor Ort ein Zimmer zu finden.“

Eine abschließende Analyse der Tourismussituation in Hann. Münden könne aber erst gemacht werden, wenn die Zahlen aus der neuen Statistik vorliegen. (Jens Döll)

Der Camping-Tourismus in der Region erholt sich langsam, beim Platz in Münden führt die Schleusenbrücke immer noch zu Problemen. Eines der Highlights von Hann. Münden, der Wserstein, hat nun einen „Bruder“ im Norden bekommen.

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