Trinkwasser aus Brunnen: Grüne wollen Installation neben Rathaus

Könnte der Platz für ein Trinkwasserbrunnen sein: die Südseite des Mündener Rathauses, derzeit Baustelle. Foto:  Welch

Hann. Münden. Die Idee hat einen gewissen Charme. An der Südseite des Mündener Rathauses könnte ein Trinkwasserbrunnen entstehen. Das jedenfalls möchten die Bündnisgrünen in der Dreiflüssestadt.

Hann. Münden. Die Idee hat einen gewissen Charme. An der Südseite des Mündener Rathauses könnte ein Trinkwasserbrunnen entstehen. Das jedenfalls möchten die Bündnisgrünen in der Dreiflüssestadt.

„Hann. Münden hat gutes, klares Wasser“, sagt der Fraktionschef Martin Bretzler. Das sollte den Menschen, etwa Radlern und Kindern in der Stadt, zugute kommen. „Hann. Münden als eine Stadt des Wassers bietet an keiner Stelle öffentlich Trinkwasser an.

In der Vergangenheit gab es mehr als 60 Brunnen in der Stadt. Trinkwasser ist unser kostbarstes Lebensmittel“, heißt es in einem entsprechenden Antrag der Grünen, der am kommenden Montag im Stadtentwicklungsausschuss behandelt werden soll.

Künstler dabei 

Hann. Münden verfüge mit seinen Tiefbrunnen über eine außerordentlich gute Wasserqualität. Der Ortsverband Münden von Bündnis 90/Die Grünen habe daher Produktdesigner der Kunsthochschule Kassel mit dem Entwurf eines Brunnens beauftragt, so Bretzler. Inzwischen liege ein ausgereifter Entwurf vor, der in Abstimmung mit Mündener Künstlern entwickelt worden sei.

„Ein öffentlicher Trinkbrunnen wäre ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region, weder in Kassel noch in Göttingen ist einer bekannt“, heißt es weiter in dem Antrag. Der Brunnen bietet laut Antrag drei positive Merkmale:

• Bürger, Rentner, Mütter mit Kindern können sich jederzeit an köstlichem, kostenlosem Wasser erfrischen.

• Klimaschutz: Bei einer Ausschüttung von 20 Kubikmeter würden 1,5 Tonnen Plastikmüll vermieden.

• Als ein Stück Willkommenskultur für unsere Gäste wird er die Stadt weiter aufwerten.

Als Brunnenort ist die Stelle an der Südseite des Rathaus vorgesehen, an der früher der „Hochzeitsbrunnen“ stand. Diese historische Verknüpfung ließe sich vermutlich auch touristisch nutzen.

Fraktionschef Bretzler betont, dass der Trinkwasserbrunnen für die Stadt „kostenneutral“ sein müsse. Das Projekt solle mit Sponsoren realisiert werden. Bedienstete des städtischen Bauhofes sollten lediglich immer wieder mal nach dem Rechten sehen.

Von Axel Welch

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