Schulen rechnen mit bleibenden Einschränkungen nach Ferien

Turbulentes Schuljahr im Altkreis Hann. Münden endet

Maske auf einem Tisch in einem Klassenizimmer. (Symbolbild)
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Corona hat auch 2021 das Schulleben bestimmt (Symbolbild).

Distanzunterricht, Wechselmodelle, Maskenpflicht und Corona-Schnelltest – das war das Schuljahr 2020/21. Am Mittwoch gab es Sommerferien.

Altkreis Münden – Das Schuljahr 2020/21 in Niedersachsen ist zu Ende. Am Mittwoch wurden die Schüler mit den Zeugnissen in die Sommerferien entlassen. Für Lehrer, Schüler und Eltern war es ein turbulentes Jahr mit Distanzunterricht, Wechselmodellen, Maskenpflicht und Corona-Schnelltests. Die Schulleitungen aus der Region berichten von ihren Erfahrungen aus dem Corona-Schuljahr.

„Insgesamt ist das Schuljahr gut gelaufen“, sagt Mark Bödefeld, Schulleiter der Schule am Hohen Hagen in Dransfeld. „Zum Glück hatten wir nur wenige Coronafälle und nur einige Schüler, die in Quarantäne mussten“, sagt Bödefeld. Die Regelungen seien inzwischen schon Alltag geworden. Trotzdem hätten die Einschränkungen einen großen Einfluss auf das Schulleben. Mit etwas Sorge blickt Mark Bödefeld auf das kommende Schuljahr und rechnet damit, dass die Einschränkungen bestehen bleiben. „Die Inzidenz steigt wieder. Durch die Urlaubszeit wird das bestimmt noch mehr“, schätzt er. Bei einer Inzidenz von über 50 müssten die Schüler wieder in den Wechselunterricht zurück. „Das wäre grade zu Beginn des neuen Schuljahrs schon eine kleine Katastrophe“, so Bödefeld.

„Schwieriges Schuljahr“

„Es war ein wirklich langes Schuljahr unter schwierige Bedingungen mit wechselnden Modellen zwischen Distanz- und Wechselunterricht“, so Olaf Böhme, Schulleiter des Grotefend-Gymnasiums in Hann. Münden. „Das nächste Schuljahr soll zwar mit vollen Klassenräumen beginnen, aber natürlich müssen trotzdem Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden“, sagt Böhme.

Daniela Banzhaf, Schulleiterin der Grundschule in Hemeln hofft, dass der Präsenzunterricht nach den Ferien bestehen bleibt. „Im vergangenen Schuljahr haben uns die Eltern während des Wechselmodells wirklich toll unterstützt“, sagt sie. Bei den Schülern seien trotz der Einschränkungen kaum größere Lernlücken entstanden. „Aber die schönen Dinge des Schulalltags sind leider ausgefallen. Es gab keine Ausflüge oder Klassenfahrten. Wir konnten mit den Kindern auch kein Theater oder Museum besuchen.“ (Eva Krämer)

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