Übung kann Leben retten: Nadine Faulstich hilft bei der Hundeerziehung

Giftköder liegen lassen: Mündenerin trainiert Hunde

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Erfolgreich trainiert: Nadine Faulstich und ihr Australian Shepherd-Rüde Don, der das gefundene Futter anzeigt, aber nicht frisst. Foto: Wiebke Huck

Das Gerücht von ausgelegten Giftködern in Hann. Münden geht derzeit wieder um. Bestätigt werden konnte es allerdings nicht. Wir haben mit einer Hundetrainerin gesprochen, die den Tieren die Aufnahme von solchen Ködern abtrainiert.

Hann. Münden – „Giftköder im Stadtpark“ – Plakate an Bäumen machen in Hann. Münden seit einiger Zeit auf einen Fall aufmerksam, bei dem ein Hund im Park vergiftet worden sein soll.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook wird dieses Thema immer wieder, momentan auch in einer Münden-Gruppe, diskutiert. Nachgewiesen werden konnten in der Stadt Hann. Münden allerdings in der jüngsten Zeit keine Giftköder, weiß Nicole Herthum vom Tierschutzverein Hann. Münden. Sie ist der Sache nachgegangen und hat auch Kontakt mit den Tierärzten in Hann. Münden aufgenommen.

Giftköder: Jeder Hund kann lernen, beim Spazieren nichts aufzunehmen

In keiner Praxis sei ein vergifteter Hund behandelt oder gemeldet worden, konnte Herthum in Erfahrung bringen. Auch die Polizei teilt auf Anfrage mit, dass ihr kein Fall bekannt sei. Ausgeschlossen sei es natürlich nicht, dass es jemand auf Vierbeiner abgesehen habe, so Herthum. Sie warnt aber dringend vor Panikmache. Ihr Rat: Hundetraining, am besten mit professioneller Unterstützung.

Hundetrainerin Nadine Faulstich aus Hann. Münden ist sich sicher: Jeder Hund kann lernen, beim Spaziergang nichts aufzunehmen. Sie empfiehlt, möglichst früh und spielerisch mit dem Training anzufangen.

Hundetraining: Mit viel Geduld und Konsequenz zum Erfolg

Auch bei erwachsenen Hunden sei es kein Problem, ihnen beim Giftködertraining das richtige Verhalten beizubringen. „Dafür braucht man allerdings Geduld und Konsequenz“, sagt die Hundetrainerin. Der Hund muss Vertrauen zum Halter haben, nur dann gibt er Beute ab. Besser noch sei es, der Hund nehme gar nicht erst auf, was er finde.

Beim Giftködertraining von Nadine Faulstich lernen die Tiere, ihren Fund anzuzeigen, ihn aber nicht zu fressen. Dabei arbeitet sie mit dem sogenannten Clicker-Training. Ein Clicker ist etwa so groß wie ein Schlüsselanhänger und kann knackende Geräusche erzeugen.

Clicker-Training und klare Kommandos bei Hundeerziehung

Beim Clicker-Training gilt das Belohnungsprinzip: Macht der Hund etwas richtig, klickt die Trainerin und gibt dem Hund anschließen beispielsweise ein Leckerli. Aber auch Streicheleinheiten oder Spaß-Aktionen, wie schwimmen oder rennen können zur Belohnung dienen. Klare Kommandos seien beim Training sehr wichtig.

Giftköder gefressen? Dann ist schnelles Handeln gefragt

Kommt es doch dazu, dass ein Hund einen Giftköder frisst, ist jedoch schnelles Handeln gefragt: Sowohl Nicole Herthum als auch Nadine Faulstich empfehlen dann den sofortigen Gang zum Tierarzt.

Ist unklar, was der Hund aufgenommen hat, sollte man sein Tier genau beobachten. „Treten Erbrechen, Durchfall oder Fieber auf, oder wird der Hund apathisch, muss er zum Arzt“, sagt Faulstich.

Um schnell herausfinden zu können, womit der Hund vergiftet wurde, sei es ratsam, etwas von dem, was der Hund gefressen hat zu sichern und aufzuheben. Außerdem sollte der Fundort bei der Stadt oder bei der Polizei gemeldet werden.

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