Umweltschutz

Hann. Münden: Das Mehrwegpfandsystem kommt - Rat stimmt für Einführung

Flaschenmüll: Überreste von Spirituosen, Wein, Sekt und Bier liegen neben einem Mülleimer auf dem Zentral-Campus in Göttingen.
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Viel Müll fiel an: Daher soll jetzt in Hann. Münden jetzt ein Mehrwegpfandsystem bekommen. (Symbolbild)

In Hann. Münden soll ein Mehrwegpfandsystem kommen. Dafür stimmte der Rat. Grund: Während der Corona-Pandemie fiel viel Müll an.

Hann. Münden – Der Mündener Rat hat sich einstimmig für die Einführung eines Mehrwegpfandsystems in der Dreiflüssestadt ausgesprochen. Die Bilder von überquellenden Mülleimern in Parks oder an Spielplätzen während des ersten Lockdowns zu Beginn der Covid-19-Pandemie seien in Erinnerung geblieben, heißt es in der Vorlage.

Hann. Münden: mehr Müll wegen Corona-Pandemie

Insgesamt sei das Müllaufkommen enorm gestiegen. Kommunen könnten Lösungen bieten, indem sie Mehrwegsysteme förderten. Zudem sind seit dem 3. Juli Besteck, Teller, Trinkhalme und Rührstäbchen aus Kunststoff sowie To-Go-Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essensbehälter aus Styropor nicht mehr erlaubt. Damit werde die Gastronomie ohnehin vor weitere Herausforderungen gestellt.

Die CDU-Fraktion begrüße diese neue EU-Verordnung, die sowohl zur Reduzierung des Verpackungsmülls im öffentlichen Raum als auch zum Schutz der Umwelt beitrage, erklärte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Markus Jerrentrup. Als Ersatz für die Einwegbecher und deren Deckel befürworte die CDU-Fraktion, gemeinsam mit den ortsansässigen Cafés und Bäckereien ein Mehrwegbechersystem einzuführen. Auch die SPD-Fraktion begrüßte die Einführung eines Mehrwegpfandsystems: „Die Empfehlung an Vertreiber von Außerhausgerichten, sich einem Mehrwegpfandsystem anzuschließen, ist ein vernünftiges Vorhaben der Verwaltung“, so Nortrud Riemann.

System soll für Nutzer einfach werden

Die späteren Nutzer sollten möglichst ausführlich informiert werden, da der Effekt am größten sei, wenn möglichst viele sich dem selben System anschließen und die entsprechenden Gefäße bei allen Teilnehmern zurückgegeben werden könnten und nicht nur bei dem oder der, von denen man sie bekommen habe.

Die Verwaltung soll nun mit den Unternehmen ein System erarbeiten. Als ein Beispiel nannte die Verwaltung „Faircup“, das von einer Firma in Göttingen entwickelt wurde. (Thomas Schlenz)

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