Unfallstatistik 2014: 33 Schwerverletzte und drei Tote

Hann. Münden. Nachdem die Polizeiinspektion Göttingen für den Landkreis die Unfallstatistik veröffentlicht hat, folgte nun das Mündener Polizeikommissariat für den Altkreis.

Im vergangenen Jahr sind auf den Straßen im Altkreis Münden bei Unfällen 33 Menschen schwer verletzt worden, drei Menschen starben. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik für den Raum Hann. Münden, Staufenberg, Dransfeld hervor, die Manfred Weber, Leiter des Polizeikomissariats Hann. Münden, jetzt präsentiert hat.

Die Zahl der Schwerverletzten und die Zahl der Toten stieg damit gegenüber dem Vorjahr an. 2013 verletzten sich 32 Personen bei Unfällen schwer, ein Mensch starb. Einen Anstieg gab es auch bei den Leichtverletzten. 2014 waren es 117 gewesen, fünf mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt gab es 937 Verkehrsunfälle im Altkreis, zwei weniger als im Vorjahr.

Als Hauptunfallursachen nennt die Polizei Fehler beim Abbiegen, Wenden sowie beim Rückwärts-, und dem Ein- und Ausfahren. Hinzu kommen zu schnelles Fahren, Missachtung der Vorfahrt, Fehler beim Überholen und Vorbeifahren sowie ungenügender Sicherheitsabstand.

Sorge bereitet der Polizei auch, dass die Zahl der leicht- und schwerverletzten Motoradfahrer (jeweils acht) gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat. Zudem gab es einen tödlichen Unfall im Raum Dransfeld. Weber kündigte an, das die Polizei die Gruppe der Motorradfahrer bei Geschwindigkeitskontrollen verstärkt ins Visier nehmen werde und das auch am Wochenende. Das Straßennetz im Altkreis Münden mit drei Bundes-, sieben Landes- und 24 Kreisstraßen sei für Zweiradfahrer sehr attraktiv.

Hoch sei wie im Vorjahr die Zahl der Unfallfluchten gewesen. Sie liegt für 2014 bei 229, ein Jahr zuvor waren es 230. Das heißt, nahezu bei jedem 4. Verkehrsunfall entfernte sich ein Fahrer unerlaubt vom Unfallort. Bei schweren Unfällen mit verletzten Personen gelang es der Polizei, diese Straftaten in 64 Prozent der Fälle aufzuklären, bei leichteren wie Parkplatzremplern lag die Quote bei 40 Prozent.

Die Zahl der Wildunfälle ist im Altkreis Münden von 145 im Jahr 2010 auf 201 im vergangenen Jahr gestiegen.

Die Schwerpunkte lagen nach Angaben der Mündener Polizei auf folgenden Strecken: Kreisstraße (K) 226 von Hann. Münden nach Laubach, K 222 von der Autobahn in Richtung Sichelnstein, Bundesstraße (B) 496, Landesstraße 559 zwischen Jühnde und Imbsen, B 3 und auf den Landesstraßen 561 (zwischen Hann. Münden und Hemeln) und 560 (zwischen Hemeln und Ellershausen).

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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