1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Unfallstatistik für Altkreis Münden: Mehr Unfälle im Jahr 2021

Erstellt:

Von: Jens Döll

Kommentare

Rote Dreibeine weisen auf die Orte hin, an denen sich ein Wildunfall ereignet hat.
Rote Dreibeine weisen auf die Orte hin, an denen sich ein Wildunfall ereignet hat. (Symbolbild) © Polizei Hann. Münden/nh

Mehr Unfälle im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 im Raum Hann. Münden. Die Menschen seien wieder mobiler, heißt es von der Polizei. Dies bilde sich dann in der Statistik ab.

Altkreis Münden – Die Zahl der Verkehrsunfälle im Altkreis Münden ist im Jahr 2021 um elf Prozent auf 924 gestiegen. Das teilt die Polizei Hann. Münden in ihrer Unfallstatistik mit. Im Jahr 2020 betrug die Gesamtzahl der Unfälle in Hann. Münden, der Samtgemeinde Dransfeld und der Gemeinde Staufenberg 813.

Raum Hann. Münden: Ein Mensch 2021 bei Unfall umgekommen

Ein Mensch wurde bei einem Unfall im Altkreis 2021 getötet. 18 Menschen wurden schwer und 139 leicht verletzt. Im Jahr 2020 betrug die Zahl der schwer Verletzten 13 und die der leicht Verletzten 93. „War im Vorjahr eine deutliche Senkung der Unfallfolgen von 27 Prozent zu verzeichnen, entsprechen nun die Gesamtzahlen wieder dem Niveau der Vorjahre“, heißt es in der Statistik.

Als Hauptunfallursachen spielt neben Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fehlern beim Wenden, Rückwärts-, Ein- und Ausfahren, Abbiege- und Vorfahrtsverstößen sowie Unterschreitung des Sicherheitsabstandes auch zunehmend die Nutzung von Smartphones eine Rolle.

Allgemein sei auch bei den Unfallfluchten wieder ein Anstieg auf das Niveau von 2019 zu verzeichnen. Im Jahr 2021 wurden 230 (196) Verkehrsunfallfluchten registriert. Trotz dieses Anstiegs konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden und liegt jetzt bei über 45 Prozent. Und das im dritten Jahr infolge. Rückläufig ist die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss, so die Polizei. Es wurden zehn festgestellt, 2020 waren es noch zwölf. Dagegen wurden 36 (25) Autofahrer von den Beamten der Polizei Hann. Münden ermittelt, die vor Antritt der Fahrt Alkohol getrunken hatten.

Polizei will mehr Kontrollen im Altkreis Hann. Münden

Ein weiterer Bereich, in dem das „Vor-Corona-Niveau“ erreicht wurde, waren Unfälle mit Fahrrädern, Pedelecs und Krafträdern: 2021 gab es zwölf Unfälle mit Fahrrädern und Pedelecs, 2020 waren es 18. Dabei wurden neun Menschen verletzt. 29 Kradfahrer wurden 2021 bei Unfällen verletzt, 2020 waren es 15.

Insgesamt, so die Polizei, gleiche sich die Statistik wieder an das Jahr 2019 an. „Das veränderte Mobilitätsverhalten spielt hier eine nicht unerhebliche Rolle“, heißt es. Zudem sei ein deutlicher Anstieg bei Unfällen von Kradfahrern zu beobachten.

In diesem Jahr soll es vermehrt Geschwindigkeitskontrollen im Altkreis Münden geben. Unfallschwerpunkte seien die Serpentinen entlang der B 3 zwischen Hann. Münden und Dransfeld sowie die kurvenreiche B 496 zwischen Hann. Münden und Lutterberg. Dort soll nun vermehrt kontrolliert und überwacht werden. (Jens Döll)

Wildunfall und viele junge Verletzte

Die Zahl der Wildunfälle im Altkreis Münden bleibt auch 2021 auf einem hohen Niveau. Das geht aus der Statistik der Polizei Hann. Münden hervor. Es wurden 218 Wildunfälle gemeldet, 2020 waren es 203. Damit machen Wildunfälle etwa 20 Prozent der Gesamtunfälle in der Region aus. Dies sei, so die Polizei, dem waldreichen Gelände geschuldet. Auffällig sei, dass auch mehr Fahranfänger bei Unfällen verletzt wurden. Im Vergleich zu 2020 steigt die Zahl von 17 auf 42. 

Auch interessant

Kommentare