Mehrere Hunderttausend Euro Schaden

Ungeklärte Einbruchsfälle: Tresorknacker sind auf der Flucht

+
Mit einer Fräse am Tresor: Im Altkreis wurden in der jüngeren Vergangenheit mehrere Geldschränke geknackt. Unser Archivfoto zeigt einen Fachmann, der den Tresor im Rathaus Liebenau (bei Hofgeismar) öffnet, nachdem Einbrecher einen der beiden Schlüssel mitgenommen hatten.

Hann.Münden/Dransfeld/Lutterberg. Am vergangenen Wochenende haben Täter einen Geldautomaten der Volksbank im Hit-Markt in Hann.Münden-Gimte aufgebrochen. Laut Polizei wurden dabei mehrere zehntausend Euro erbeutet. Von den Ganoven fehlt jede Spur.

Doch dies ist nicht die einzige Tat, bei der es Verbrecher in jüngerer Zeit im Altkreis Münden auf Tresore beziehungsweise Geldautomaten abgesehen hatten.

• Anfang November 2012 wurde ein Geldautomat im Edeka-Markt am Wiershäuser Weg in Münden aufgebrochen. Laut Polizei wurde ein fünfstelliger Betrag erbeutet.

• Wenige Tage später die nächste Tat. Im Einkaufszentrum Scheden drangen Unbekannte in die kleine Bankfiliale ein und brachen zwei Geldtresore auf. Sie entwendeten kurz vor Mitternacht eine „mittlere fünfstellige“ Summe und entkamen unerkannt. Im ersten Fall, dem aufgebrochenen Banktresor am Wiershäuser Weg, führte eine Spur nach Nordrhein-Westfalen. Dort habe es im Jahr 2010 eine Serie gegeben, die Vorgehensweise ähnele der in Münden sehr, so die Polizei in Hann. Münden. Gelöst wurde der Fall bisher nicht.

• Die VR-Bank an der Bahnhofstraße in Münden wurde 2014 gleich zweimal von Einbrechern heimgesucht. Im September flüchteten die Täter ohne Beute, dreieinhalb Monate zuvor ließen sie hingegen Bares mitgehen. Die Täter waren Anfang Juni gewaltsam in das Gebäude an der Bahnhofstraße eingedrungen und hatten zwei Geldschränke geknackt. Sie flüchteten. Der Gesamtschaden, Beute und zerstörtes Material, wird auf 250 000 Euro geschätzt.

• Mitte November vergangenen Jahres war der Rewe-Markt in Landwehrhagen Ziel von Einbrechern. Sie brachen den Wertschrank eines Supermarktes sowie den der Postfiliale auf. Die Täter wüteten, das Geschäft musste mehrere Tage geschlossen bleiben, der Gesamtschaden lag bei deutlich mehr als hundertausend Euro.

• In der Nacht zum 22. Dezember 2014 wurde in die VR-Bank-Filiale in Scheden nahe dem Kreisel eingebrochen. Aus dem aufgebrochenen Geldautomaten nahmen die Täter Geld mit, wieviel, wurde nicht mitgeteilt.

• Eingebrochen wurde über Weihnachten 2014 in eine Spielhalle auf dem Autohof Lutterberg. Es wurde ein Geldwechselautomat geknackt. Angaben zur Beute wurden nicht gemacht.

Zu den Taten erklärt die Polizei Göttingen auf Anfrage: Im Fall des aufgebrochenen Geldautomaten in Scheden am 22. Dezember 2014 und der Spielhallentat in Lutterberg schließen die Ermittler einen Tatzusammenhang mit dem aktuellen Fall in Gimte, dem aufgebrochenen Geldautomaten im Supermarkt in Gimte, nicht aus. In den anderen Fällen werde ein Tatzusammenhang ausgeschlossen, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Eine heiße Spur gebe es nicht. (awe)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.