Lippoldshäuser unzufrieden mit der Straßenreinigung

Fegt die Straße: Udo Wienecke, der auf dem von Rainer Hahn vermieteten Bauernhof aushilft. Fotos: Künemund

Lippoldshausen. Viermal im Jahr 9,60 Euro für Straßenreinigung an die Stadt Hann. Münden zu zahlen, stört Rainer Hahn aus Lippoldshausen prinzipiell nicht. „Das Problem ist, dass niemand sauber macht ", sagt er.

Gemeint ist sein Grundstück an der Raiffeisenstraße 4 in dem Mündener Ortsteil. Den dortigen Bauernhof haben seine Lebensgefährtin Sonja Damm und er vermietet. „Wir müssen den Gehweg selbst fegen und im Winter Schnee schippen“, sagt Hahn. Das einzige, was an Leistung ankäme, sei ein Schneepflug, der die Straße freiräumt. „Der transportiert dann Massen von Schnee auf den Bürgersteig und beschmutzt gemeinsam mit dem Salz die Hauswand“, erklärt Hahn. Auf seinem Kontoauszug sei der Verwendungszweck „Straßenreinigung“ angegeben, im Abgabenbescheid noch der Zusatz „nur Winterdienst“ vermerkt. „Also muss man nur für den Schneepflug zahlen? Ich möchte wissen, warum das nur für manche Häuser gilt“, sagt Hahn. In seinem Wohnhaus in der Kleinen Liethe in Lippoldshausen fielen die Gebühren nicht an.

Jutta Hodan von den Kommunalen Diensten Münden erklärt: „Welche Straße in welche Klasse eingeteilt ist, beschließt der Stadtrat. Meistens folgt er dem Bürgerinteresse.“ Die Einstufung der Raiffeisenstraße in die Klasse 4, die nur die Räumung der Fahrbahn mit einem Schneepflug beinhalte, sei mit einer Steigung und vor allem ihrer Funktion als Schulbus-Strecke zu begründen.

„Wer mehr Straßenreinigung will, kann in eine höhere Klasse wechseln, das kostet aber mehr“, sagt Jutta Hodan.

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