1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Urne und Rasengrab im Altkreis Münden im Trend

Erstellt:

Von: Ekkehard Maass

Kommentare

In Hann. Münden sollen zwei Mal im Monat auch Beerdigungen am Samstag möglich sein
Erdbestattungen sind im Altkreis Münden die Ausnahme © Heiko Lossie/dpa-Bildfunk

Die Bestattungsformen habe sich grundlegend gewandelt. Im Altkreis Münden sind heute Urnengräber die Regel.

Altkreis Münden – Über Jahrzehnte waren klassische Erdbestattungen der Standard in der Region. Das hat sich grundlegend gewandelt. Heute sind Urnengräber auf Rasenflächen in Hann. Münden die Regel. Der Blick in die Statistik der zehn Friedhöfe, für die die städtische Verwaltung in Hann. Münden zuständig ist, zeigt, dass das Jahr 1990 das letzte Jahr war, in dem die Zahl der Erdbestattungen mit Särgen höher war, als die der Urnenbestattungen.

Von 301 Beisetzungen insgesamt waren 164 Erdbestattungen (54 Prozent) und 137 Urnenbeisetzungen (46 Prozent). 21 Jahre später zeigt sich folgendes Bild:

Von den 218 Bestattungen auf den zehn städtisch verwalteten Friedhöfen, in Oberode, Gimte und Hemeln sind sie kirchlich, waren 31 Erdbestattungen (14 Prozent) und 187 (86 Prozent) Urnenbeisetzungen.

Der Grund liege in den geringeren Kosten, so Experten, aber vor allem auch darin, dass die Grabpflege für die Angehörigen nicht so aufwendig sei beziehungsweise bei Rasengräbern, die bei Urnengräbern meist gewählt werden, gar nicht mehr anfällt. Das erledigt die Friedhofsverwaltung. Pflegearme Gräber lägen seit Jahren im Trend, so die Sachbearbeiterin in der Mündener Friedhofsverwaltung. Viele Menschen wollten heute, dass die Angehörigen mit dem Grab so wenig Arbeit wie möglich haben, sagt auch Andrea Kunzemann von der Staufenberger Friedhofsverwaltung. Zudem lebten viele Familien nicht mehr wie früher an einem Ort. Das mache die Pflege schwierig. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Urnenbestattungen auf den Staufenberger Gemeindefriedhöfen bei über 90 Prozent. Auch in der Samtgemeinde Dransfeld gibt es die Entwicklung. Dort liegt der Anteil der Feuerbestattungen seit Jahren bei über 80 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 84 Prozent, so die Friedhofsverwaltung. (Von Ekkehard Maass)

Auch interessant

Kommentare