Eisenbartspiel in Hann. Münden schreibt rote Zahlen

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Hann. Münden. Der Verein Doktor-Eisenbarth-Spiele schlägt Alarm. Der Verein schreibe mit der Aufführung des Stücks "What a Man" über das Leben des legendären Wanderarztes rote Zahlen, so dass langfristig die Zukunft des Spiels in Gefahr sei.

Das sagte die Vereinsvorsitzende Renate Bitz. In der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit habe der Mündener Verein ein Defizit von rund 2500 Euro gehabt.

„Das können wir uns nicht noch einmal leisten“, sagte Bitz und hofft künftig auch auf mehr Sponsoren. In diesem Jahr hätten sich rund 460 zahlende Zuschauer die acht Aufführungen des Spiels angesehen. 2014 waren es noch rund 550 gewesen, allerdings bei fast doppelt so vielen Aufführungen. Aber diese Zahl hatte der Verein im April auch für die reduzierten Aufführungen als Vorgabe für die Spielzeit 2015 gegeben, um kostendeckend arbeiten zu können.

Der Verein habe Ausgaben durch Gema-Gebühren, Versicherungen, Tantiemen für den Autor und Werbung. Weiter müssten die Gagen für die beiden Berufsschauspieler gezahlt werden, sagte Bitz. Die Darsteller der beiden Hauptrollen erhielten 200 Euro pro Aufführung. Die übrige Truppe spiele umsonst.

Aber der Verein stecke nicht nur finanziell in einer Krise, es fehle auch an Helfern bei den Aufführungen für den Auf- und Abbau. Dabei komme die Spielgruppe ebenfalls an an ihre Grenzen, sagt Renate Bitz. Derzeit hat der Verein 30 zahlende Mitglieder.

Das sei wenig im Vergleich zu Oberviechtach, der Geburtsstadt Eisenbarts, die ebenfalls ein Eisenbartspiel aufführt. In der bayerischen Stadt mit nur rund 5000 Einwohnern habe der dortige Eisenbartspielverein rund 350 Mitglieder.

Für das kommende Jahr hat der Vorstand entschieden, What a Man noch einmal eine Saison lang zu spielen. Aber die Zahl der Aufführungen wird erneut reduziert. Es soll nur noch fünf Vorstellungen geben. (ems)

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