Jerusalem 2025

Verein Friedensglocken mit Pferdekutschen in Hann. Münden

Verein Friedenstreck mit Pferdekutschen auf dem Tanzwerder Hann. Münden
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Der Friedenstreck mit elf Kutschen, 22 Pferden sowie 35 Menschen näherte sich dem Tanzwerder, wo eine Übernachtung eingelegt wurde.

Der Verein Friedensglocken hat am Freitag (20.08.2021) Rast auf dem Tanzwerder in Hann. Münden eingelegt. Am 6. August sind die Kutscher mit ihren Pferden in Altenburg in Thüringen gestartet. Am 27. August wollen sie in Wendlinghausen in Nordrhein-Westfalen ankommen.

„Jaget dem Frieden nach“, ist das Motto des 2019 in Brück (Brandenburg) gegründeten Vereins Friedensglocken. Die Mitglieder touren mit Pferdetrecks durch Deutschland und legen in vielen Städten einen Halt ein. So waren sie auch am Freitag in Münden.

Diese jährlichen Trecks sind die Vorbereitung für ein großes Vorhaben des Vereins. Denn im Jahr 2025, 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, soll eine Friedensglocke nach Jerusalem gebracht werden. „Um diese spektakuläre Aktion von fast 5000 Kilometern zu finanzieren, brauchen wir Spenden“, sagt dazu Pfarrer Helmut Kautz, Vorsitzender des Vereins. Er rechnet mit rund anderthalb Millionen Euro für Futter, Hufbeschlag und Unterkünfte.

Doch nicht nur Spenden sollen die Friedenstrecks einbringen, es werden überall kleine Friedensglocken verteilt und auf die Vision Jerusalem aufmerksam gemacht. „Wir müssen neue Wege finden, um Frieden in die Welt zu bringen“, sagt Pfarrer Kautz. Man möchte mit Menschen verschiedener Religionen ins Gespräch kommen. „Wir suchen schon jetzt liebe Menschen, die uns alle 35 Kilometer Quartier für Pferde und Menschen geben und mit den Teilnehmern Friedensfeste feiern wollen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Friedbert Enders. „Auch über die Vermittlung von Kontakten in den verschiedenen Länder, die wir auf der Tour durchfahren, würden wir uns sehr freuen“.

Hann. Mündens Bürgermeister erhält Friedensglocke

Es war sehr beeindruckend, als das Pferdegetrappel sich dem Tanzwerder näherte. Ein eigenartiges, fast fremdes Geräusch. Mit Jubel wurden die Teilnehmer von Passanten, die zufällig dort waren, begrüßt. Den offiziellen Empfang gab es am nächsten Tag bei Bürgermeister Harald Wegener vor dem Rathaus.

Auf der Tanzwerderwiese übernachtete der Treck. Die Planwagen waren zweckmäßig mit Schlafstätten, einige auch sehr komfortabel, ausgestattet. Einige der Reisenden schliefen im Schlafsack unter dem Gefährt. Für die Pferde wurden ruck zuck Koppeln errichtet, sie wurden mit Futter und Wasser versorgt und konnten sich nach der anstrengenden Tour ausruhen.

Los ging’s am 6. August in Altenburg. Dort trafen sich die Teilnehmer und zogen mit elf Kutschen, 22 Pferden sowie 35 Menschen los. Mit dabei, die frisch polierte Friedensglocke. Täglich bis maximal 30 Kilometer legen die Teilnehmer mit längeren Pausen für Mensch und Tier zurück. Ziel ist Wendlinghausen, der für Kaltblutpferde bekannten Stadt. Dort wollen sie am 27. August eintreffen. Auf der Route legen sie in zahlreichen Städten eine Übernachtung ein. Von Münden ging es weiter nach Hofgeismar.

Verein sammelt Spenden für Reise

Kontakt: Helmut Kautz, Tel. Telefon: 03 39 69/20 82 96, E-Mai: l hirte@friedenstreck.de und planung@friedenstreck.de, Web: friedenstreck.de, Bankverbindung: Mittelbrandenburgische Sparkasse, Friedensglocken e.V., Iban: DE 51 1605 0000 1000 5702 54

Friedensglocke soll nach Jerusalem reisen

Die Friedensglocke wiegt 70 Kilogramm und wurde vergangenes Jahr in Brück auf dem Gelände der Backschwein-Tenne gegossen. Das verwendete Material der Bronzeglocke (Messing, Kupfer und Zinn) ist ausschließlich Militärschrott, bestehend aus Granat- und Patronnhülsen. Die Glocke ist das Symbol des Vereins und wird gleichzeitig ein Geschenk an die Stadt Jerusalem sein. Die Aufschrift ist: „Jagt dem Frieden nach mit Jedermann – Jerusalem 2025“. Das Wort Frieden ist in 16 Sprachen auf der Glocke zu lesen. 

Von Petra Siebert

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