Verein will Gemeinschaftshaus Bonaforth in Eigenhilfe renovieren

Das Karl-Heinz-Herbold-Haus in Bonaforth: Das Dorfgemeinschaftshaus ist das Herzstück des Vereinslebens. Das Gebäude ist bis auf die Räume der Feuerwehr zurzeit wegen Schimmelbelastung nicht nutzbar. Foto: Krischmann

Bonaforth. Der Arbeitskreis Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth hat der Stadtverwaltung Hann. Münden eine Übersicht zukommen lassen mit den Kosten für eine Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) bis zu einem möglichen späteren Neubau.

Das DGH ist wegen Schimmelbefalls seit geraumer Zeit geschlossen, allerdings kann die Feuerwehr ihre Räume wieder nutzen, da sie saniert sind.

Mit der Kostenübersicht kommt der Arbeitskreis einem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses nach. Das Gremium hatte in seiner jüngsten Sitzung Ortsbürgermeister Roland Sittig gebeten, die Kosten genau zu ermitteln und diese Übersicht der Verwaltung zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund: Ein neu gebildeter Trägerverein aus Bonaforth hat der Stadt angeboten, die von Schimmel befallenen Räume des DGH zu sanieren und das Gemeinschaftshaus anschließend zu mieten. Der Verein bittet die Stadt, die für die Renovierung veranschlagten Materialkosten in Höhe von 60 000 Euro zu tragen.

Im Gegenzug erhielte die Stadt das Recht, auch anderen Organisationen zu erlauben, die Räume des DGH zu nutzen.

Der Arbeitskreis, dem fachkundige ehrenamtliche Helfer angehören, kommt bei der genauen Kostenermittlung zu folgendem Ergebnis:

• Die einfache Instandsetzung der Räume würde 47 990 Euro und sechs Cent kosten. Instandgesetzt werden sollen die Kindergartenräume einschließlich Foyer und Toilettenanlage, die Turnhalle, Clubraum, Küche und die bereits neu überdachten Nebenräume zur weiteren sportlichen Nutzung.

In diesen Betrag eingeschlossen sind ergänzende Maßnahmen aus Mitteln des EU-Förderprogramms LEADER für den Bereich Foyer/Toilettenanlagen und Kindergarten als Begegnungsstätte für Dorfaktivitäten und Vereinsarbeit.

• Eine Restsumme von 12 009,94 Euro haben die Bonaforther für unvorhersehbare Schäden und eventuelle Nachmessungen einkalkuliert. Die Kostenübersicht beruhe auf marktüblichen Preisen sowie auf Kosten, die die Verwaltung veranschlagt habe, erläutert der Arbeitskreis.

Ortsbürgermeister Roland Sittig macht in einem Begleitschreiben an Bürgermeister Harald Wegener und weitere Mitarbeiter der Verwaltung deutlich, dass es sich zunächst nur um eine einfache Instandsetzung der Räume handelt und nicht um eine Minimalsanierung, wie diese vom Rechnungsprüfungsamt (RPA) als Vergleich angeführt worden sei. Sittig betont, anders als vom RPA dargestellt, gebe es im Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth keinen großflächigen Schimmelbefall.

Die Sanierung der belasteten Räume erfolge in gleicher Weise wie sie die Kommunalen Dienste Münden bereits in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr vorgenommen habe. Auch hier seien nicht die vom Gutachten vorgesehenen Kosten angefallen, so Bonaforths Ortsbürgermeister. Vom Ergebnis einer Messung - nach Sanierung der Räume - werde es abhängen, ob die Räume zur Nutzung freigegeben werden können.

Die kalkulierten Ausgaben, so der Arbeitskreis, können sich möglicherweise noch durch Einwerben von Geld- oder Sachspenden verringern. (kri)

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