Vereine fürchten hohe Kosten, wenn Gebühr für Sportstätten kommt

Hann. Münden. Müssen die Sportvereine in Münden noch 2015 eine Gebühr für die Nutzung von Sportstätten bezahlen? Dieser Aspekt ist Teil des Haushaltssicherungskonzeptes der Stadt und am Donnerstag, 25. Juni, auf der Tagesordnung der Ratssitzung.

Die Beschlussvorlage sieht vor, ein Modell zu entwickeln, das von der kostenfreien Nutzung abweicht.

Das Thema wurde Dienstagabend bei einem Gespräch, zu dem der Kreissportbund (KSB) die Mündener Vereine eingeladen hatte, behandelt. Dabei wurde deutlich, dass die Vereine befürchten, dass sie zu Beitragserhöhungen gezwungen sein würden. Auch der Verlust von Mitgliedern sei denkbar. KSB-Vorstandsmitglied Klaus Dreßler aus Volkmarshausen wies darauf hin, dass eine Gebühr einige Vereine an ihre Leistungsgrenze führen könnte. „Außerdem leisten die Sportvereine enorm viel für die Gesundheit der Gesellschaft und im sozialen Bereich. Diese Arbeit sollte unterstützt und nicht erschwert werden“, so Dreßler.

Er erinnerte an eine Aussage von Bürgermeister Harald Wegener im Wahlkampf, dass die Sportvereine nicht zusätzlich belastet werden sollten. Wegener hatte am Dienstag einen anderen Termin. Für ihn nahm unter anderem der Städtische Rechtsdirektor Volker Ludwig Stellung: „Jeder in unserer Stadt muss sich der Realität stellen. Wir müssen laut Haushaltssicherungskonzept unseren städtischen Haushalt so gestalten, wie er eigentlich sein sollte. Da muss der Sport einen Beitrag leisten.“ Etwas konkreter wurde der städtische Bereichsleiter für Gesellschaft und Soziales, Jürgen Wiemer. Er berichtete, dass eine Arbeitsgruppe bei ihren Berechnungen eine Nutzungsgebühr von fünf Euro pro Übungsstunde auf städtischen Sportplätzen und in Hallen angesetzt habe.

Ob genau dieser Betrag erhoben werde, sei aber noch offen. Das könnte nach Aussagen von Vereinsvertretern im Jahr mehrere Tausend Euro Zusatzkosten verursachen. (mbr)

Rubriklistenbild: © picture alliance / ZB

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