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Verkehrswacht macht auf Schulanfänger aufmerksam: Banner im Altkreis angebracht

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Von: Hannah Köllen

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Klaus Ulbricht von der Verkehrswacht Münden (links) und Stephan Roß von der Stadt Hann. Münden hängen Banner zum Schulstart auf, die die Verkehrsteilnehmer auf Schulkinder hinweisen sollen.
Klaus Ulbricht von der Verkehrswacht Münden (links) und Stephan Roß von der Stadt Hann. Münden hängen Banner zum Schulstart auf, die die Verkehrsteilnehmer auf Schulkinder hinweisen sollen. © Hannah Köllen

Am kommenden Donnerstag geht in Niedersachsen wieder die Schule los. Die Verkehrswacht hat nun Banner aufgehängt, die Verkehrsteilnehmer auf die Schulkinder hinweisen sollen.

Altkreis Münden – Passend zum Schulstart in Niedersachsen am kommenden Donnerstag, hängen im Altkreis aktuell Banner, die die Verkehrsteilnehmer auf Schulkinder hinweisen. Die insgesamt 18 Banner an verschiedenen Stellen im Altkreis sollen noch bis zu den Herbstferien hängen bleiben.

In den Mündener Stadtteilen hat die Verkehrswacht die Banner angebracht. In Hemeln, Hedemünden, Scheden, Dransfeld, Landwehrhagen und Uschlag wurden die Banner durch den jeweiligen Ortsrat, die Bauhöfe oder die Feuerwehr aufgehängt.

„Weit über 90 Prozent der Verkehrsteilnehmer halten sich an die Geschwindigkeitsvorgaben“, sagt Klaus Ulbricht, ehemaliger Polizist und jetziger Geschäftsführer und Schatzmeister der Verkehrswacht Münden. Das sehe er anhand der Auswertungen der Geräte zur Geschwindigkeitskontrolle, die die Verkehrswacht immer mal wieder im Altkreis aufstellt. Zwischen Ende Juli und Mitte August wurden am Fußgängerüberweg in Vogelsang über 90 000 Messungen in beide Richtungen vollzogen.

Kinder auf Teilnahme am Straßenverkehr hinweisen

Um Unfälle zu verhindern, müssten sich alle Verkehrsteilnehmer aufmerksam und rücksichtsvoll im Straßenverkehr bewegen. „Wir alle nehmen gemeinsam am Straßenverkehr teil. Da ist es wichtig, den Egoismus abzulegen und aufeinander zu achten“, sagt Ulbricht. Kinder müssten auf die Teilnahme am Straßenverkehr gut vorbereitet werden. Hierzu ist Ulbricht regelmäßig für die ADAC Stiftung und den Deutschen Verkehrssicherheitsrat in Kindergärten und Schulen unterwegs.

„Den jüngeren Kindern zeige ich zum Beispiel, wie man eine Ampel oder einen Zebrastreifen sicher überquert – auch zwischen großen Fahrzeugen stehend“, sagt der 71-Jährige. Auch an der BBS in Hann. Münden ist Ulbricht alle zwei Jahre vor Ort und auch Kurse für Senioren bietet er an.

Eltern sind in der Pflicht

Ulbricht sieht auch die Eltern in der Pflicht, ihre Kinder fit für die Teilnahme am Straßenverkehr zu machen. „Vor der Einschulung sollte der Schulweg mehrmals mit dem Kind geübt werden“, sagt Ulbricht. Das sollte im besten Fall nicht sonntagnachmittags passieren, wenn kaum Verkehr herrscht.

„Es kann auch helfen, sich auf dem Weg mal auf die Höhe des Kindes zu begeben, um dessen Blickwinkel zu erkennen“, sagt Ulbricht. Am besten sei es, wenn die Kinder in Gruppen gemeinsam zur Schule gingen. „Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht, aber man kann die Gefahren minimieren.“

Drei Kinder in Hann. Münden verletzt

Im vergangenen Jahr wurden in Hann. Münden drei Kinder zwischen 6 und 14 Jahren im Straßenverkehr verletzt. Eines von ihnen wurde schwer verletzt. Das berichtet Dirk Schneider von der Polizei Hann. Münden. Vor allem die Stellen an der Grundschule Königshof und am Fußgängerüberweg am Vogelsang würden besondere Gefahren bergen. „Wir haben den Schwerpunkt unserer Maßnahmen bereits auf diese Stellen ausgerichtet“, sagt Schneider.

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