„Vermisse klaren Kurs der Betreiber“

Hann. Mündens Bürgermeister Harald Weger: Setzen uns für Campingplatz ein

Die Verkehrsschilder (Zeichen 262 und 263) zeigen die Maximalbelastungsgrenze der Brücke über die Fuldaschleuse in Hann. Münden an. Im Hintergrund ist die Einfahrt des Campingplatzes von Familie Busch zu sehen.
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Tonnenbegrenzung: Die Schilder an der Brücke über die Fuldaschleuse zeigen die Beschränkungen an. Diese sollen nun baulich durchgesetzt werden. Die Campingplatzbetreiber fürchten um ihre Existenz.

Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener hat in einer Stellungnahme seine Sichtweise zur Schleusenbrücke dargelegt.

Hann. Münden – Von September 2020 bis heute habe es viele Präsenzveranstaltungen, Videokonferenzen, Telefonate und Mailverkehre auch mit Familie Busch zu dem Thema der Drehbrücke gegeben, an denen der Bürgermeisterteilgenommen habe. Zuletzt die Videokonferenz am Montag den 8. März mit Herrn MdB Fritz Güntzler und dem Präsidenten (WSV), Professor Hans-Heinrich Witte.

Der Aussage, dass er den Betreibern wenig Hoffnung gemacht habe unbürokratisch helfen zu können, müsse er entschieden widersprechen. Es sei ärgerlich, viel Zeit zu investieren, um gemeinsame Verabredungen zu erarbeiten, die dann später einseitig über Bord geworfen würden.

Das Wasserstraßen und Schifffahrtsamt, die Hann. Münden Marketinggesellschaft (HMM) sowie die Mündener Verwaltung seien mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stets engagiert und zugewandt und an Lösungen interessiert, denn der Campingplatz mit seinen Gästen sei in mehrfacher Hinsicht eine touristische Bereicherung für Hann Münden.

Neue Modelle der Übernachtungsmöglichkeiten, die dem Bürgermeister von den Betreibern vorgestellt worden seien, habe er als gute Idee angesehen und eine sofortige Zustimmung für die Umsetzung signalisiert. Auch einen Ausweichplatz für die größeren Camper habe er in Aussicht gestellt.

Darüber hinaus habe der Bürgermeister einen Ergänzungsstandort für Camper in der Nähe des Hochbades vorgeschlagen. Der Platz hätte den Vorteil damit auch auf die Infrastruktur des Bades zugreifen zu können. Ein weiterer Vorteil wäre auch der dort direkt vorbeiführende Fulda Radweg R1.

„Eine notwendige Gremienabfolge für Änderungen oder Ergänzungen in der Bewirtschaftung hätte längst erfolgen können, wenn die Zielrichtung seitens der Betreiber die notwendige Klarheit aufgezeigt hätte“, schreibt Harald Wegener.

Da noch gar nicht bekundet worden sei, ob man etwas Ergänzendes auf und/oder außerhalb des bestehenden Platzes anstrebe, habe es auch noch keine konkreten Gespräche in Hinblick auf eine veränderte Pacht geben können. Zu dem Thema Wiegebescheinigung, was vorübergehend die Zustimmung der Betreiber gefunden habe, sollte es laut Aussage von Professor Witte noch eine Rücksprache mit Herrn Henning Buchholz vom WSA Weser geben, so Wegener.

Am nächsten Termin am 17. März 2021 würden das Wasser und Schifffahrtsamt, der Yachtclub, die Betreiber des Campingplatzes und die Verwaltung teilnehmen und das Thema sicher nochmals aufgreifen und erörtern.

Für eine Übergangszeit, bis zur Ertüchtigung der Brücke (voraussichtlich Frühjahr 2022), sollte es unbürokratisch möglich sein, einen Ausweichplatz für größere Camper außerhalb des Campingplatzes zu finden. Dies werde sicher von den politischen Entscheidern mitgetragen, teilte Bürgermeister Harald Wegener mit. (Thomas Schlenz)

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