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Versorgungsbetriebe Hann. Münden: Gasumlage wirkt sich auf Kunden aus

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Von: Thomas Schlenz

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Gasflamme als Symbol. Die Gaspreise in Deutschland steigen.
Gas wird teurer. Die Gasumlage wirkt sich auch auf die Preise aus. Das kommt auch in Hann. Münden an. © dpa

Die Energie- und Gaskrise wirkt sich auch auf Kunden der Versorgungsbetriebe Münden aus. Das gibt das Unternehmen nun bekannt. Sollte eine Mehrwertsteuersenkung beschlossen werden, würde das in vollem Umfang weitergeben.

Hann. Münden – Die ab dem 1. Oktober geplante Gasumlage der Bundesregierung hätte auch Auswirkungen auf die Kunden der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM): In Summe müsse der Verbraucher durch die Umlage von 2,419 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und weitere Umlagen mit einer „staatlich angeordneten Erhöhung“ des Arbeitspreises von mehr als 3,1 Cent netto pro kWh rechnen, sollte die Umlage kommen, wie zunächst angekündigt, so Marc Pfütz, kaufmännischer Leiter der VHM.

Hann. Münden: Kunden müssen bald mehr für Gas zahlen

Sollte eine Mehrwertsteuersenkung beschlossen werden, würde das Unternehmen diese in vollem Umfang weitergeben. „Das würde eine deutliche Verringerung der Gaskosten für den Kunden bedeuten.“ Pfütz betont, dass die politische Lage noch sehr unsicher sei. Sobald es Rechtssicherheit gebe, würden die VHM die Kunden über mögliche gestiegene Preise durch die Umlage informieren.

Zur Frage, wie der Verbrauch, auf den die Umlage erhoben wird, berechnet wird, erklärte Pfütz: Die VHM würden bei einer Weitergabe der Umlage die Kunden über die Preise informieren und dann auf Abschlagserhöhungen und Ablesungen hinweisen. Ziel sei es, dass die Kunden einerseits keine hohen Nachzahlungen erwarten müssten und andererseits eine saubere Abtrennung der Verbrauchsmengen – vor und ab der möglichen Umlageerhebung – bekämen. Auf die Frage, ob die VHM direkt Geld aus der Gasumlage erhalten, antwortete Pfütz, die VHM seien kein betroffener Gasimporteur, da sie die Gasmengen nicht direkt aus dem Ausland importiere. Viele dieser Gasimporteure seien durch die Reduzierung der Gasimporte in eine finanziell sehr schlechte Lage geraten.

Sollte eine Mehrwertsteuersenkung beschlossen werden, würde das in vollem Umfang weitergeben.

Die Importeure wiederum hätten Lieferverträge mit einer Vielzahl an Energieversorgern, etwa regionalen Stadtwerken. „Die Versorgungssicherheit wurde durch dieses finanzielle Ungleichgewicht gestört und musste von der Regierung ausgeglichen werden. Durch die Umlage wird diese finanzielle Lücke geschlossen und die Versorgungssicherheit ist weiterhin gegeben“, so Pfütz. Die Frage, ob die VHM auch Gas beim angeschlagenen Konzern Uniper beziehen, verneinte Pfütz. (Thomas Schlenz)

Wirtschaftsminister will Umlage überarbeiten

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat eine Überarbeitung der umstrittenen Gasumlage angekündigt. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums konnte am Montag noch nicht sagen, bis wann Änderungen beschlossen werden könnten. Das Ressort von Minister Robert Habeck arbeite aber „mit Hochdruck“ daran, einen rechtssicheren Weg zu finden, um „den Anwendungsbereich klar einzuschränken“. (mit dpa)

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