Steigende Energiepreise

Versorgungsbetriebe Hann. Münden: Kosten für Strom bleiben konstant - Gaspreise steigen

Die wichtigste Sparte der EAM ist das Netznutzungsentgelt für Stromleitungen. Weil die Bundesnetzagentur nun die Zinssätze für die Netznutzung herabgesenkt hat, drohen der EAM beträchtliche Einbußen.
+
Der Strompreis soll bei der VHM konstant bleiben. Anders sieht es beim Gas aus. (Symbolbild)

Die Energiepreise steigen. Doch wie entwickeln sich die Preise in Hann. Münden? Wir haben bei den Versorgungsbetrieben Hann. Münden (VHM) nachgefragt.

Hann. Münden – Die Entwicklung des Gaspreises zeigt auch in Hann. Münden nur in eine Richtung: nach oben. Kunden der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) müssen bei einem Jahresverbrauch bis 27 915 Kilowattstunden (kWh) ab Januar 6,88 Cent Brutto pro Kilowattstunde und damit 1,43 Cent mehr pro Kilowattstunde bezahlen.

Hann. Münden: Gezwungen Preis zu erhöhen

Laut VHM bedeutet das bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 16 000 Kilowattstunden bei 100 Quadratmetern Wohnfläche Mehrkosten von 19,04 Euro pro Monat. „Bei der Erdgasbelieferung unserer Kunden sind wir leider gezwungen, die Energiepreise ab dem 1. Januar 2022 zu erhöhen“, sagt Marc Pfütz, kaufmännischer Leiter der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM).

Die Ursache für diese Entwicklung sei ein Zusammentreffen mehrerer preistreibender Faktoren: Der ungewöhnlich lange Winter und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Erdgas nach der Corona-Pandemie spielten eine Rolle. Neben den Großhandelspreisen wirke sich der von der Bundesregierung eingeführte, jährlich steigende nationale CO2-Preis auf die Endkundenpreise für Heizenergie aus.

„Wir wissen, dass die Kostenbelastungen für alle Endverbraucher schmerzhaft sind“

„Wir wissen, dass die Kostenbelastungen für alle Endverbraucher schmerzhaft sind“, so Pfütz, „aber die Preiserhöhung der VHM ist im Gegensatz zu einigen Discount-Anbietern sehr moderat“. Einige Versorger lehnten zwischenzeitlich sogar Neukunden ab, weil diese neue Preise berechnen mussten, um nicht in hohe Verluste zu geraden. Andere wiederum kündigten ihren Kunden noch laufende Verträge.

Für Stromkunden der VHM gibt es gute Nachrichten: Der Strompreis wird zum 1. Januar 2022 nicht erhöht. Dank einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie hätten die Auswirkungen hoher Großhandelspreise stabil gehalten werden können, erklärt der Geschäftsführer der VHM, Jens Steinhoff. Der Rückgang der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien habe an der Preisstabilität nur einen geringen Anteil. Insgesamt bleibe die Abgabenbelastung hoch: Rund die Hälfte des Strompreises setze sich aus Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen, so die VHM. (Thomas Schlenz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.