Verwirrung um Maskengutscheine

Hann. Münden: Risikogruppen benötigen Coupons für Masken

Für vergünstigte FFP2-Masken brauchen Risikogruppen einen Coupon (Symbolbild).
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Für vergünstigte FFP2-Masken brauchen Risikogruppen einen Coupon (Symbolbild).

Die Regelungen für die vergünstigte Abgabe von sogenannten FFP2-Masken an Risikogruppen sorgt bei einigen Lesern für Verwirrung.

Hann. Münden – Wir haben daher bei Apotheken in der Region, beim Bundesgesundheitsministerium und bei einer Krankenkasse nachgefragt, wie Risikogruppen an die vergünstigten Masken kommen. Die Inhaberin der Bahnhofsapotheke in Hann. Münden, Ursula Oberste-Padberg berichtet, dass viele Kunden danach fragten, wie es mit den Masken weitergehe. Die Aktion, bei der Risikogruppen drei Gratismasken erhielten, sei am 6. Januar ausgelaufen.

Um weitere, diesmal vergünstigte Masken zu bekommen, bräuchten Risikogruppen einen Coupon der Krankenkasse. Vielen Kunden sei das aber bislang nicht klar. Sie habe gelesen, dass erste Coupons Ende dieser Woche an Risikogruppen geschickt worden seien. Zudem habe sie gehört, dass sich die Ausgabe der Coupons verzögert habe, weil die Bundesdruckerei nicht mit dem Drucken der Gutscheine nachkomme, sagt Oberste-Padberg.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass alle Berechtigten zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Masken von ihren Krankenkassen oder ihrer privaten Krankenversicherung erhalten würden. Diese könnten dann in zwei klar definierten Zeiträumen im Jahr in den Apotheken eingelöst werden. Die Anspruchsberechtigten zahlten dann pro eingelöstem Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro hinzu, erklärte die Sprecherin. Die Masken würden nach und nach in die Apotheken geliefert.

Die DAK erklärte, die Krankenkassen seien beauftragt worden, den berechtigten Personen einmalig ein Informationsschreiben der Bundesregierung mit fälschungssicheren Gutscheinen für die FFP2-Masken zuzuschicken. Ein Sprecher der Kasse teilte am Mittwoch mit, dass man die Anschreiben der Bundesregierung erhalten habe.

Von der Bundesdruckerei sei bestätigt, dass die ersten 500.000 Gutscheine für die FFP2-Masken auf dem Weg seien. Man gehe davon aus, dass der Versand der ersten Anschreiben an die Versicherten noch in dieser Woche starten könne. Die Auslieferung sei in drei Tranchen vorgesehen.

Die erste gehe an Personen, die das 75. Lebensjahr vollendet hätten, die zweite an Versicherte, die das 70. Lebensjahr vollendet hätten und an Personen, bei denen eine in der Verordnung genannte Erkrankung oder ein definierter Risikofaktor vorliege und die dritte schließlich an Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet hätten. Die Bedarfe seien am 18. Dezember fristgerecht gemeldet worden, hieß es von der Krankenkasse. Bedürftige sollten sich in ihrer Apotheke über die Nutzungsdauer der bereits ausgelieferten Masken erkundigen. Die ausgegebenen FFP2-Masken seien keine Leistung der Krankenkassen und der privaten Versicherungsunternehmen. Man unterstütze die Bundesregierung bei der Datenermittlung und dem Versand des Informationsschreibens mit den Bezugsscheinen, so der Sprecher. (Thomas Schlenz)

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